Kreis Südliche Weinstraße Gotteshaus strahlt von innen

Im Jahr 223 nach ihrer Erbauung 1791 erstrahlt die katholische Kirche St. Laurentius Göcklingen in neuem Glanz. Über 100.000 Euro wird die Renovierung kosten.
In ihrer jüngeren Geschichte wurde die Decke und Wände 1953/54 mit einem neuen Anstrich versehen, der Dachstuhl imprägniert, eine neue Beleuchtung angeschafft und die Kanzel und die Altäre restauriert. Die letzte und vollständige Renovierung geschah in der Amtszeit von Pfarrer Schirmer in den Jahren 1973 bis 1975. Zwar wurden zwischenzeitlich kleinere Reparaturen ausgeführt, jedoch war eine grundlegende Sanierung nach 40 Jahren unumgänglich. Risse in der Decke, unansehnliche und verschmutzte Wände, zersplitterte Fenster und weitere Mängel zwangen die Verantwortlichen zum Handeln. Im September vergangenen Jahres fanden sich zahlreiche freiwillige Helfer ein, um entsprechende Vorarbeiten zu leisten. Aufgrund verschiedener Verzögerungen bautechnischer Art konnte das angestrebte Ziel, zu Weihnachten wieder die Kirche zu benutzen, nicht erreicht werden. Mit besonderer Unterstützung des Bischöflichen Bauamtes in Speyer, (Claus Sternberger) und des ausführenden Architekten Rolf Estelmann, Landau, denen der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende Winfried Frey für die gute Zusammenarbeit dankt, wurde in rund 200 Tagen die Innenrenovierung abgeschlossen. Wie bei den meisten Baustellen üblich, zeigten sich dann während der Bauzeit weitere Mängel und Schäden. So musste die Decke mit einem Malervlies überzogen, die Fenster mussten neu abgedichtet und mit einer Rinne versehen werden, damit künftig das anfallende Kondenswasser keine Schäden mehr an den Wänden verursacht. Im Altarbereich wurde die Beleuchtung erneuert. Je nach dem liturgischen Bedarf kann der Raum jetzt in sechs Stufen ausgeleuchtet werden. Die Buntglasfenster, die hinter dem Altar lagen, wurden jetzt ins Kirchenschiff versetzt und sind somit wieder sichtbar. 80.000 Euro waren für den Umbau veranschlagt, die Gesamtkosten werden laut Kirchengemeinde wohl die Gesamtsumme von 100.000 Euro überschreiten. Ein Betrag, mit dem sie jedoch an ihre Grenzen stößt. Hiervon muss die Pfarrgemeinde die Kosten für Maler und Gerüstbau zu 100 Prozent allein tragen. Mit Eigenleistungen konnten dagegen über 10.000 Euro eingespart werden. Am kommenden Sonntag, 13. April, um 10 Uhr wird die renovierte Kirche in einem feierlichen Hochamt von Generalvikar Franz Jung wieder ihrer Bestimmung übergeben. Anschließend ist ein Stehempfang im Laurentiusgarten, zu dem alle Göcklinger Christen und die gesamte Pfarreiengemeinschaft eingeladen sind. (pkl)