Kreis Südliche Weinstraße Geothermie: „Wehr handlungsunfähig“

Insheim. Ein falsches Bild zeichne die RHEINPFALZ-Berichterstattung vom 29. Oktober von der Feuerwehrübung am Insheimer Geothermiekraftwerk, kritisiert der Vorsitzende der Bürgerinitiative BI Energieforum Rohrbach und Insheim, Werner Müller. Die Öffentlichkeit werde in Sicherheit gewogen.
Konkret ging es dabei um das hoch entzündliche Gas Iso-Pentan, das beim Betrieb der Anlage zum Einsatz kommt. Die Feuerwehr übte, wie der Stoff in einer Gefahrensituation entfernt werden kann. Die BI stelle „auf keinen Fall“ die Leistungen und Fähigkeiten der Freiwilligen Feuerwehr infrage. Allerdings sehe die BI „diese wichtige Kraft, die als wesentlicher Teil des Gefahrenabwehrplanes eine exponierte Rolle spielt, aufgrund der mangelhaften Sicherheitsausstattung des Geothermie-Kraftwerks Insheim als praktisch handlungsunfähig an“. Im Ernstfall sei ein Abpumpen des Iso-Pentans in einer überschaubaren Zeit überhaupt nicht möglich. „Es fehlen schlicht die technischen Voraussetzungen dafür“, so Müller. Für ein gefahrloses Entfernen des Stoffs müsse dieser erst auf eine Temperatur unter 28 Grad Celsius abgekühlt und die Anlage drucklos gemacht werden. Das sei bei den gegenwärtigen Temperaturen schon schwierig; im Sommer wäre es aufgrund der technologisch veralteten und minderwertigen Luftkühler überhaupt nicht möglich. Wäre das Feuer, wie im Szenario für die Übung beschrieben, nicht zu löschen gewesen, wäre eine Katastrophe unvermeidbar gewesen. Ein gewaltiger Feuerball wäre die Folge, der in einem Umkreis von vermutlich 1000 Metern verheerende Folgen hätte, so Müller. Im Übrigen: Die Übung, das Iso-Pentan in ein Becken abzuleiten, sei „physikalisch unmöglich“. Auch die Tatsache, dass ein geeignetes Tankfahrzeug erst aus Speyer angefordert werden müsse, „ist ein Offenbarungseid für die Unfähigkeit der Betreiber“, schreibt Müller in seiner Stellungnahme. (rhp)