Kreis Südliche Weinstraße Überflieger starten durch
Nein, es ist kein Rennwagen, sondern ein Modellflugzeug, das locker 250 Sachen macht. Ein besonderes Modell: Der Düsenjet wurde in Windeseile gebaut und muss sich heute Abend im Fernsehduell des Senders DMAX mit der Konkurrenz messen. Konstruiert wurde der „Überflieger“ von einem Team aus Rohrbach.
Tim Kleinschmidt ist Beamter von Beruf und Modellbauer aus Berufung. Normalerweise baut er seine Flugmodelle alleine, doch für diese Herausforderung hat er sich gerne Hilfe von Freunden an Bord geholt: Das Fernsehformat des Senders DMAX gibt bei seiner Serie Modellbau-Challenge vor, binnen 150 Tagen ein komplettes, funktionstüchtiges Modell zu bauen. Ups!, dachte sich Kleinschmidt. Normalerweise braucht es für so ein Projekt locker bis zu einem Jahr. Manche Modellbauer in der Weltelite bauten zum Teil viele Jahre an ganz besonderen Modellen. Vor allem werde in der Regel in dieser „Liga“ mit Aluminium oder Kohlefaser gebaut, aber nicht mit Holz. Nicht so bei Kleinschmidt und seinem Team: Der Ehrgeiz hat sie gepackt und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Binnen 150 Tagen haben er und seine Mitstreiter Dirk Lazinka und Tobias Geiling Unmögliches möglich gemacht: Aus ganz leichtem Balsa-Holz fertigten sie im Maßstab 1:4,3 den originalgetreuen Nachbau eines Düsenjets mit dem Namen „Aero Vodochody L-39 Albatross“. Das ist, so Kleinschmidt, ein Schulungsflugzeug, mit dem die tschechische Luftwaffe ihre Piloten ausbildet. In den 150 Tagen Bauzeit sind auch noch die Lackierarbeiten von fast zwei Wochen Dauer durch Jörg Redl (Thannhausen) beinhaltet. (ele/rww) Info —Das Duell der Modellbauer läuft heute, Freitag, 21.15 Uhr, auf dem Sender DMAX, Wiederholung morgen, Samstag, 2 Uhr und 18.15 Uhr. —Das Model: Aero Vodochody L-39 Albatross, Maßstab 1:4,3, Spannweite 2,2 Meter, Länge 2,8 Meter, Gewicht 17,5 Kilogramm, Fluggeschwindigkeit: bis zu 250 Stundenkilometer, theoretisch im Vakuum: bis zu 1000 km/h.