Schönenberg-Kübelberg RHEINPFALZ Plus Artikel Zerstörungswut in Wald und Flur: Kaputte Bänke, herausgerissene Schilder

Auch der Walderlebnispfad des SV Sand wurde von Unbekannten heimgesucht, die nicht wussten, wohin mit ihrer Kraft.
Auch der Walderlebnispfad des SV Sand wurde von Unbekannten heimgesucht, die nicht wussten, wohin mit ihrer Kraft.

„Es kommt immer mal wieder vor, dass öffentliches Gut böswillig zerstört wird“, sagt Thomas Wolf. Eine Serie sieht Schönenberg-Kübelbergs Ortsbürgermeister nach zwei bekanntgewordenen Fällen von Vandalismus im Ort dagegen nicht. Die Polizei pflichtet ihm bei.

Kürzlich wurde die Holzbank am Erkundungsplatz „Am Rabentisch“ beschädigt. Der Polizei zufolge hatten Unbekannte die Rückenlehne der Bank abgerissen. Schaden: knapp 800 Euro. Zudem hatten die Täter ein Lagerfeuer entzündet, was bei der derzeitigen Wetterlage noch mehr Unheil hätte anrichten können, ergänzt Wolf.

Obgleich die Angelegenheit glimpflich ausgegangen sei, berichtet Wolf von einem großen Widerhall in der Bevölkerung. Vor allem in den sozialen Medien habe es zahlreiche Reaktionen gegeben. „Das ist meist der Fall, wenn Hab und Gut betroffen ist“, sagt Wolf. Er regt an, Anzeige zu erstatten, wenn eine Sachbeschädigung festgestellt wird – auch wenn es oft schwierig sei, den oder die Täter ausfindig zu machen. So hätten die Verantwortlichen, die vor einiger Zeit den Stromkasten am Marktplatz in Schönenberg „zerlegt haben“, ebenfalls nicht ermittelt werden können.

Jüngst keine weiteren Fälle

Unbekannt sind bislang auch jene, die auf dem Waldlehrpfad gewütet haben, den der SV Sand angelegt hat. Die vier Schilder sind beschädigt oder abgerissen, die Pfosten herausgezogen worden. „Das ist ärgerlich und frustrierend“, sagt Timo Kreuscher, der Vorsitzende des SV Sand. Beim Kinderferienprogramm im vergangenen Jahr habe der Verein den Pfad in Eigenleistung mit einigen Jugendlichen installiert „und nun das“. Wenngleich der finanzielle Schaden nicht so riesig sei – „für uns sind aber auch 100 Euro viel Geld“ –, müssten jetzt ehrenamtliche Helfer die Hinweisschilder reparieren und die Pfosten aufstellen. Kreuscher betonte, dass bislang Ähnliches noch nicht vorgekommen sei. Am Sportheim habe der Verein eine Alarmanlage installiert.

Einen Zusammenhang zwischen den Taten sieht die Polizei nicht. Sie geht von Jugendlichen aus, „die mutwillig fremdes Eigentum zerstören“. In jüngster Zeit seien keine weiteren Fälle von Vandalismus in der Gemeinde bekannt geworden, so die Polizei, die hofft, „dass es so bleibt“.

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