Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Wolfstein: Keine Preiserhöhung fürs Kalkbergwerk

Eine Besuchergruppe im Kalkbergwerk Wolfstein.
Eine Besuchergruppe im Kalkbergwerk Wolfstein.

Die 6000er-Marke scheint greifbar: Nicht weit darunter lag die Besucherzahl im Kalkbergwerk Wolfstein im Jahr 2019. Die Eintrittspreise werden für diese Saison (März bis November) nicht erhöht. Auch in den weiteren Beschlüssen folgte der Verbandsgemeinderat Lauterecken-Wolfstein den Empfehlungen aus den Ausschüssen.

„Kostendeckend wären 16 Euro“, erklärte Müller am Dienstagabend in Wolfstein. Seit 2009 sind die Eintrittspreise fürs Kalkbergwerk viermal erhöht worden. Zahlte ein Erwachsener damals vier Euro, sind es seit der Saison 2018/2019 sechs Euro (in Gruppen 5,50). Der Eintritt kostet Jugendliche fünf Euro (4,50 für Gruppen), Familien zahlen 15,50 Euro.

Man habe sich zum Vergleich die Preise für die Weiße Grube in Imsbach und die für die Schlossberghöhlen in Homburg angeschaut, erklärte Müller. Laut Sitzungsvorlage ist der Eintritt dort günstiger. Müller betonte: „Wir sollten den Tourismus, der noch ein zartes Pflänzchen ist, nicht strapazieren.“ Vor allem seien die Gäste Gruppen und Familien aus der Jugendherberge, da sollte es bezahlbar bleiben.

So waren im Jahr 2017 die Besucherzahlen auch deutlich zurückgegangen, als die Jugendherberge wegen Sanierung geschlossen war. Im Jahr 2019 haben fast 5700 Menschen das Kalkbergwerk besichtigt. Der Anstieg seit dem Jahr 2014 mit etwa 4900 Besuchern macht nur 2017 (3300) einen Knick.

Schulen, Feuerwehr, Besoldung

Wie berichtet, wird die Verbandsgemeinde die Mittagessen für Grundschüler in Lauterecken, St. Julian, Wolfstein, Nußbach und Jettenbach künftig subventionieren. Etwa 4700 Euro werden zugeschossen, der einheitliche Preis beläuft sich auf 3,60 Euro und bleibt damit teilweise gleich beziehungsweise wird an zwei Schulen sogar günstiger. Es soll jedoch geprüft werden, ob es eine Ersparnis bringe, selbst zu kochen.

Für die 725.000 Euro kostende Sanierung der Realschule plus, Standort Wolfstein, werden Fördergelder umgewidmet. Die Verbandsgemeinde muss als Besitzer des Gebäudes dann noch 140.000 Euro zahlen. Dringender Handlungsbedarf besteht an der Turnhalle in St. Julian. Die Planung für Sanierung oder Neubau sowie die Suche nach neuen Fördermitteln soll zügig aufgenommen werden.

Für 523.000 Euro bekommt die Stützpunktfeuerwehr Lauterecken eine Fahrzeughalle, das Gebäude wird saniert und umgebaut. 80.000 Euro kostet die neue zentrale Schlauchpflegeeinrichtung. 330.000 Euro ein neues Fahrzeug. Fördermittel von insgesamt knapp 500.000 Euro werden erwartet.

Bürgermeister Andreas Müller erhält nach zweijähriger Amtszeit eine höhere Besoldung: von B 2 auf B 3.

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