Kreis Kusel
Wochenendkolumne zu Aussichtstürmen und Sommerferien
Aussichtstürme: Gute Chancen
Er hat da was angestoßen, der eifrige Wanderer Arnold Göddel aus Wahnwegen. Als er die Idee äußerte, doch in der herrlichen Landschaft des Westrich Aussichtstürme zu bauen, damit man einen besseren Über- und Rundblick hat, kam Beifall von vielen Seiten. Solche Türme hat es früher mal gegeben, irgendwann sind sie verschwunden. Und gerade in der heutigen Zeit, in der nicht nur Corona-bedingt mehr gewandert, sondern auch im Landkreis Kusel versucht wird, Touristen anzulocken, wäre das doch eine gute Idee – fand nicht nur Göddel, der sich auch bereits um die Saubeere und deren Erhalt verdient gemacht hat.
Als Erster sprang ihm der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, Stefan Spitzer bei. Er unterstütze das Anliegen nicht nur, sondern habe auch vor Jahren bereits angeregt, auf dem Herzerberg einen solchen Turm zu errichten. Der höchste Berg des Landkreises, wie Spitzer immer mal wieder gerne betont, wäre ja auch prädestiniert für einen solchen Ausguck.
Und im benachbarten Saarland, gerade über der Kreisgrenze, gibt es so etwas auch schon, wie Hans Kirsch, der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Ostertal, berichtet. Auf dem Buberg zwischen Marth und Bubach steht eine Plattform, von der aus man eine „herrliche Rundumsicht“ genießen kann.
Auch ganz im Norden des Landkreises Kusel, in Kirrweiler, hat man eine solche Idee schon gehabt. Dort sollen nicht nur die Wanderwege ausgebaut und besser beschildert werden, Peter Gilcher trug dem Gemeinderat vor wenigen Tagen auch konkrete Vorstellungen zum Bau eines Aussichtsturms vor.
Das sind ja mal gute Aussichten – das Wortspiel sei hier erlaubt, – dass auch Göddels Idee, rund um seine Heimatgemeinde Wahnwegen solche Punkte zu schaffen, von Erfolg gekrönt sein könnte. Doch zuerst muss – wie immer – jemand die Sache in die Hand nehmen und die Frage der Finanzierung geklärt werden.
Sommerferien: Wie geht’s weiter?
In diesen Tagen hatten die Schulkinder in allen Bundesländern Ferien – die einen noch, die anderen schon. Schließlich wird in Deutschland im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern seit Jahren rolliert, Rheinland-Pfalz war – wieder mal – recht früh dran.
Moment mal, Sommerferien? Die sind in diesem Jahr ein klein wenig in den Hintergrund getreten. Denn die Pandemie hatte dazu geführt, dass die einen Schüler schon Wochen vorher zu Hause waren, die anderen nur an wenigen Tagen die Schulbank drückten, ansonsten daheim mehr oder weniger lernten und Hausaufgaben machten. So einen richtigen Ferienstart wie sonst, mit Jubelschreien und Zeugnisvergabe und Abschlussfeiern, den gab es 2020 nicht.
Und in zwei Wochen fängt in Rheinland-Pfalz schon wieder die Schule an. Wie? Das weiß im Moment keiner so richtig.