Kusel Westpfälzisches Sinfonieorchester gibt am Samstag sein Herbstkonzert

Musiziert zusammen mit dem Kuseler Orchester: Pianistin Ekaterina Litvintseva.
Musiziert zusammen mit dem Kuseler Orchester: Pianistin Ekaterina Litvintseva.

Der Musikverein Kusel lädt am Samstag, 19. November, ab 18 Uhr zu seinem Herbstkonzert in die Fritz-Wunderlich-Halle Kusel ein. Das Westpfälzische Sinfonieorchester spielt Beethoven, Franck und Dvořák. Solistin ist Ekaterina Litvintseva.

Auf dem Programm des Westpfälzischen Sinfonieorchesters steht zunächst Beethovens 1807 uraufgeführte Ouvertüre zu „Coriolan“, Op. 62. Komponiert als Schauspielouvertüre zum gleichnamigen Drama von Heinrich Joseph von Collin illustriert Beethovens Musik das Scheitern des erfolgsverwöhnten römischen Kriegers Coriolan, der letzten Endes an sich selbst zerbricht. Den Coriolan-Stoff gab es schon bei Titus Livius und später bei Shakespeare. Kern des Dramas ist der Konflikt zwischen Ideal und Wirklichkeit.

Darüber hinaus zu hören sind César Franck und seine von Beethoven inspirierten „Variations Symphoniques“ (1885) für Klavier und Orchester (fis-Moll). Der 1822 in Lüttich als Sohn einer deutschen Mutter und eines belgischen Vaters geborene Komponist wird zwar als Vertreter der französischen Musik angesehen, die Wurzeln seiner Kunst lagen jedoch in Deutschland.

Vom Polarkreis in die Welt

Solokünstlerin des Abends ist Ekaterina Litvintseva, die am nördlichen Polarkreis aufwuchs. Dieses Leben prägte auch am Klavier ihren Sinn für Klarheit, für Architektur, für Farben und führte darüber hinaus zu einer fast scheuen Empfindsamkeit, so die Veranstalter. Mit 15 Jahren ging sie nach Moskau an die Staatliche Chopin-Musikhochschule, die die emotionale Seite ihres Klavierspiels geprägt hat. Mit dem Wechsel nach Deutschland, zuerst in Köln und anschließend in Würzburg in der Meisterklasse von Bernd Glemser, lernte sie das Klavierspiel von einer analytischen Seite kennen und entwickelte mit den Erfahrungen aus Russland ihren höchst individuellen Stil. Die „Variations Symphoniques“ hat sie bereits 2020 auf CD eingespielt, zusammen mit der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Jonathan Bloxham.

Gespielt wird darüber hinaus Antonín Dvořáks (1841-1904) letzte und bekannteste Symphonie, die Nr. 9 in e-Moll mit dem Titel „Aus der neuen Welt“ – komponiert und möglicherweise mit der Beteiligung Westpfälzischer Wandermusikanten uraufgeführt in Amerika.

Das Herbstkonzert ist wie bereits das vergangene Serenadenkonzert 2022 Teil des Orchesterprojekts „Perspektive 2030 – Musikverein ImPuls der Zeit“. Innerhalb diese Projekts bietet der Musikverein Kusel ein modernes Probenformat an. Das Projekt wird durch das bundesweite Programm „Impuls“gefördert.

Karten

Im Vorverkauf gibt es Konzertkarten in der Paracelsus-Apotheke, Bahnhofstr. 63, Kusel, Telefon 06381 32 05.

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