Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Trippstadts Torhüter ärgert den TuS Schönenberg

Andreas Welsch, Stürmer des TuS Schönenberg, kann sich gegen die massive Abwehr der TSG Trippstadt, darunter Julian Heid (am Bod
Andreas Welsch, Stürmer des TuS Schönenberg, kann sich gegen die massive Abwehr der TSG Trippstadt, darunter Julian Heid (am Boden), nicht durchsetzen.

Spiel der Woche: Die TSG Trippstadt hat am Samstag ihr Auswärtsspiel in der Bezirksliga Westpfalz beim TuS Schönenberg mit 3:0 (2:0) gewonnen. Trippstadt zieht durch den zweiten Sieg in Folge in der Tabelle an Schönenberg vorbei.

„Wir kommen eigentlich gut ins Spiel rein, haben Chancen. Wir nutzen sie nicht. Trippstadt hat weniger Chancen, nutzt sie aber. Uns fehlt im Moment auch das Spielglück“, haderte Schönenbergs Trainer Daniel Rensch mit der fehlenden Effizienz seiner Mannschaft. Seine Elf machte in der Tat kein schlechtes Spiel. Aber es war einer dieser Tage, an dem man das Gefühl hatte, der TuS hätte noch Stunden weiterspielen können und hätte kein Tor geschossen. Dazu kam eine wackelige Abwehr und Trippstadts überragender Torhüter Samuel Di Bella.

Schon früh zeichnete sich das Unheil für den Schönenberg ab. Nach zwei recht vielversprechenden Tor-annäherungen des TuS ging die TSG Trippstadt mit dem ersten Torschuss in Führung. Ein Schönenberger Ballverlust hinten rechts. Dazu unentschlossenes Verteidigen der Platzelf. Tim Herbrand bediente Norman Riedl. Der zog aus gut 20 Metern trocken ab. Und die TSG lag nach sieben Spielminuten mit 1:0 in Front.

Immer wieder Di Bella

Bis etwa zur 30. Minute verlief die Partie optisch recht ausgeglichen. Das Chancenplus lag aber klar auf Seiten der Gastgeber. Andreas Welsch hätte einen Fehler im Trippstadter Spielaufbau fast mit dem 1:1 bestraft, scheiterte aber an Trippstadts Torhüter Di Bella (10.). Die anschließende Ecke brachte erneut eine Topchance für die Gastgeber. Innenverteidiger Maurice Wagner fand ebenso in Di Bella seinen Meister.

Auffällig beim TuS die beiden jungen Offensiven Janis Fischer und Nils Eckfelder, die viel Betrieb machten. Nach einem klasse Spielzug klärte erneut Torhüter Di Bella gegen Eckfelder (18.). Dazwischen hatte Trippstadt nach einer Einzelleistung von Tobias Muth einen vielversprechenden Abschluss (12.).

Eleganter Lupfer

Unsicherheiten im Spielaufbau brachten die Gastgeber wiederholt in die Bredouille. Fast hätte Tobias Muth einen schlampigen Rückpass von Innenverteidiger Alexander Becker zum 0:2 genutzt (25.). Fünf Minuten später war die TuS-Abwehr komplett ausgehebelt – durch einen tollen Spielzug der TSG Trippstadt. Tobias Muth lupfte den Ball nach Doppelpass mit Sturmpartner Maximilian Lauhoff geschickt zum 0:2 über den herauseilenden Maurice Geimer (30.). Pech hatte Schönenberg zudem, dass nach einem rustikalen Körpereinsatz an Janis Fischer der Elfmeterpfiff ausblieb (41.).

Nach dem Wechsel verbuchte Trippstadt durch einen Distanzschuss von Lauhoff die erste Möglichkeit (50.). Sieben Minuten später bestraften die Gäste einen erneuten Defensivaussetzer Schönenbergs. Wieder war es Norman Riedl, der die Abstimmungsprobleme eiskalt zum 0:3 ausnutzte (57.). Im weiteren Verlauf öffnete Schönenberg. Plötzlich war wieder Riedl durch. Torhüter Geimer klärte zur Ecke (60.).

Aus wenig viel gemacht

Die Gastgeber drückten nun aufs Gaspedal. Auch die frischen Kräfte von der Bank brachten Schwung. Der gerade eingewechselte Lukas Kurz scheiterte an Di Bella (62.). Schönenberg berannte das Gästetor. Ein Trippstadter Abwehrspieler köpfte Eckfelders Schuss von der Linie (63.). Dann rettete Lucca Speiser resolut gegen Schönenbergs Lukas Kurz (72.). Auch die daraus resultierende Ecke brachte Gefahr. Aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie.

Trippstadt machte aus wenig viel. Schönenberg aus viel wenig. Fehlende Kaltschnäuzigkeit, etwas Pech und Trippstadts überragender Torhüter verhinderten Zählbares für Schönenberg. Dazu hatte Trippstadt den treffsicheren Norman Riedl, der aus drei Chancen zwei Tore machte.

„Wir wollten so spielen. Etwas tiefer stehen und dann gut umschalten. Die Mannschaft war taktisch sehr diszipliniert und hat alles umgesetzt. Wir waren vorne eiskalt und haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Es war ein rundum gelungener Nachmittag. So stellt man sich ein Auswärtsspiel vor“, gab Trippstadts rundum zufriedener Trainer Simon Henrich zu Protokoll.

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