Kreis Kusel
Team-Duathlon Kusel: Alexander Rath und Oliver Decker gewinnen 17. Auflage
Die „Rheingau-Taunus-Connection“ mit Alexander Rath und Oliver Decker ist der Sieger des 17. Team-Duathlons des LSC Athlon Kusel. Die beiden beendeten am Samstag die Siegesserie von Sammy Schu und Tobias Blum (LTF Marpingen). Das allerdings hatte einen Grund: Schu/Blum waren wegen der Teilnahme an anderen Sportveranstaltungen verhindert.
Somit war der Weg frei für Rath und Decker. Sie verwiesen das saarländische Team „Dreikraft Neunkirchen“ mit Eddi Mauer und Bernd Kohler bei einem Rückstand von drei Minuten auf Rang zwei. Ein Sieg blieb zumindest zum Teil in der Region: Schnellstes Mixed-Team war die „Saar-Pfalz-Connection“ mit Ribana Bauser (LLG Landstuhl) und Ramon Bernardon aus dem Matzenbacher Ortsteil Gimsbach, der für den TuS Heltersberg startet. Und das, obwohl bis kurz vor dem Start nicht klar gewesen war, ob die beiden überhaupt würden antreten können: Bauser hatte wegen einer Erkältung die gesamte Woche über nicht trainieren können.
Vorbereitung auf den Mainmarathon
Der Kuseler Team-Duathlon ist eine Erfindung des LSC-Vorsitzenden Eckhard Steuer. Je zwei Personen und ein Fahrrad bilden ein Team, das eine Marathondistanz absolvieren muss. Beide Sportler können sich so oft abwechseln, wie sie wollen. Sie müssen sich allerdings permanent in Sichtweite befinden. Bei einem Wechsel muss das Fahrrad von Hand zu Hand gereicht werden.
Erstmals mit dabei waren „Die Dilljer“ – St. Julians Ortsbürgermeister Philipp Gruber und Matthias Haas aus dem Ortsteil Gumbsweiler. „Unser Ziel ist es anzukommen“, sagte Gruber kurz vor dem Start. „Ich sehe den Team-Duathlon auch als Vorbereitung auf meinen ersten Marathon“, sagte er. Im Oktober möchte Gruber beim Frankfurter Mainmarathon an den Start gehen.
Weiteste Anreise aus Osnabrück
Ein Vater-Sohn-Team bildeten die „Talbach-Runners“ mit Dieter und Benjamin Schmitt aus Eßweiler. Der 65-jährige Dieter Schmitt widmet sich nach einer langen Fußballerlaufbahn seit neun Jahren dem Laufsport. Sein 36-jähriger Sohn Benjamin ist dem Beispiel seines Vaters gefolgt, nachdem er wegen einer Verletzung ebenfalls die Fußballschuhe hatte an den Nagel hängen müssen. „Der Teamduathlon ist der einzige Wettbewerb, bei dem wir eine Mannschaft bilden können. Das macht großen Spaß“, sagte der Senior. Im Vorjahr waren sie nach 3:33 Stunden im Ziel angekommen. Diesmal hatten sie sich vorgenommen, es langsam angehen lassen, „denn wenn man zu schnell loslegt, ist es am Ende eine Quälerei“, wie Dieter Schmitt weiß. Diese Erfahrung habe er schon einige Male machen müssen.
Bevor Stadtbürgermeister Jochen Hartloff das Teilnehmerfeld per Startschuss auf die Strecke schickte, hatte Organisator Eckhard Steuer die zum Teil weit angereisten Sportler in der „Toskana Deutschlands“ willkommen geheißen. Unter den Mannschaften waren laut Steuer Sportler aus Luxemburg, aus dem Taunus und sogar aus Osnabrück.
Vater und Sohn erreichen ihr Ziel
Drei Runden von jeweils 14 Kilometern, eine komplette Marathonstrecke, galt es „in dem Naturpark“ (Steuer) zurückzulegen. Schon kurz nach dem Start setzten sich einige besonders starke Teams vom Rest des Feldes ab. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichte die „Rheingau-Taunus-Connection“ den Start- und Zielbereich. Das Führungsteam hatte sich auf der ersten Runde einen Vorsprung von etwas mehr als eine Minute vor „Dreikraft Neunkirchen“ herausgearbeitet. An dieser Reihenfolge änderte sich nichts mehr, bis auch die dritte Runde und damit die komplette Strecke absolviert war.
Die „Saar-Pfalz-Connection“ konnte sich von Runde zu Runde nach vorne arbeiten. Am Ende war sie nicht nur schnellstes Mixed-Team, sondern belegte auch den vierten Platz in der Gesamtwertung. „Die Talbach-Runners“ Dieter und Benjamin Schmidt benötigten 3:29 Minuten für die Marathonstrecke und waren somit vier Minuten schneller als im Vorjahr. Die „Dilljer“ Philipp Gruber und Matthias Haas erreichten in 4:44 Stunden das Ziel und wurden 40. von 44 Mannschaften.