Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Super-niedriger Wasserpreis durch Ende des Bromacil-Streits

Der Wasserzweckverband Ohmbachtal wurde 1965 gegründet.
Der Wasserzweckverband Ohmbachtal wurde 1965 gegründet.

Der Wasserzweckverband Ohmbachtal hat den Wasserpreis für das Jahr 2021 berechnet: Er liegt einmal bei deutlich unter der Hälfte des sonst üblichen Betrags bei 26 Cent pro Kubikmeter. Grund ist die Beilegung eines Rechtsstreites mit der Deutschen Bahn.

15 Jahre dauerte der Rechtsstreit mit der Deutschen Bahn AG, bei dem es um die Verunreinigung von Trinkwasser durch das entlang der Bahnstrecken eingesetzte Pflanzenschutzmittel Bromacil ging. 700.00 Euro erhielt der Wasserzweckverband Ohmbachtal durch den Vergleich im Frühjahr vergangenen Jahres.

Nun ist die Abrechnung bei dem Wasserlieferanten für die Verbandsgemeinden Oberes Glantal und Kusel-Altenglan, für die Stadtwerke Kusel und Ramstein-Miesenbach sowie für die Wasserversorgung Westpfalz (WVE) abgeschlossen. Wie Verbandsvorsteher Klaus Müller mitteilt, fällt der Preis einmalig äußerst günstig aus: Kalkuliert worden war mit 0,6533 Euro pro Kubikmeter, jetzt sind es mit 0,2591 noch weniger als die Hälfte davon.

„Ob die jeweiligen Werke den niedrigeren Bezugspreis auch an die Endverbraucher weitergeben, hängt von deren Gebührenkalkulation ab, in die neben dem Wasserbezug viele weitere Kostenfaktoren einfließen“, erklärt Müller.

Mehr verkauft als geplant

Der Wasserzweckverband Ohmbachtal verkauft als unabhängiger Vorlieferant an Verbandsgemeinden und Werke jährlich etwa 2,5 Millionen Kubikmeter Wasser. 2021 seien es 68.000 Kubikmeter mehr als vorab kalkuliert gewesen, berichtet der Verbandsvorsteher.

Weiterer positiver Effekt: Die Personalkosten hätten um 100.000 Euro gesenkt werden können. Nach Investitionen von 276.000 Euro habe die Verschuldung dennoch um 115.000 Euro auf 553.000 Euro gesenkt werden können. In Sachen Strom wurden 30.000 Euro zurückerstattet, „durch die erneute Einhaltung der sogenannten Hochlastzeitfenster“. Müller weiter: „Zudem attestierte das mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragte Institut dem Verband zusammenfassend eine ordnungsgemäße Buchführung, eine rechtliche einwandfreie Geschäftsführung sowie eine mit einer Eigenkapitalquote von 80,8 Prozent höchst solide finanzielle Basis, weshalb das uneingeschränkte Prüfungstestat erteilt wurde.“

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