St Julian
Fusion der Kirchengemeinden geplant: St. Julian und Gumbsweiler wollen zusammengehen
St. Julian gelte schon lange als das kleinste Pfarramt im Dekanat, wie Lukasczyk berichtet. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Mitgliederzahl der zugehörigen Kirchengemeinden St. Julian und Gumbsweiler noch einmal um rund 160 Mitglieder auf nun insgesamt 842 reduziert – davon gehören 562 zur Kirchengemeinde St. Julian und 280 zu Gumbsweiler. Da es nur wenige Austritte gebe, sei der Rückgang hauptsächlich dem demografischen Wandel und dem Wegzug junger Menschen geschuldet.
Diese Entwicklung wirke sich auf die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel aus, erläutert die Pfarrerin. „Zudem bedeutet sie möglicherweise, dass der Erhalt des Pfarramtes zur Disposition steht“, meint Lukasczyk.
Pfarramt erhalten
Bereits seit Mitte 2013 ist das Pfarramt St. Julian keine volle Pfarrstelle mehr. Nun wollen die beiden Presbyterien Voraussetzungen schaffen, das Pfarramt auch nach dem Ruhestand der Pfarrerin im März 2021 erhalten. Da beide Kirchengemeinden schon seit vielen Jahren in allen Bereichen zusammenarbeiteten, sei die Fusion naheliegend.
Da eine solche Entscheidung jedoch nur nach einem Austausch mit den Mitgliedern der beiden Kirchengemeinden getroffen werden kann, sollte ursprünglich für März/April eine Gemeindeversammlung einberufen werden. Wegen der Corona-Krise konnte diese allerdings nicht stattfinden. Alternativ hatten die Gemeindemitglieder Ende April drei Tage lang die Möglichkeit, telefonisch Fragen zu stellen und ihre Meinung zur möglichen Fusion kundzutun.
Abschluss vor der Wahl
Laut Lukasczyk meldeten sich auf die Telefonaktion vier Anrufer. „Alle vier haben nur angerufen um mitzuteilen, dass sie mit der Fusion einverstanden sind“, berichtet die Pfarrerin. Dazu kamen Begegnungen auf der Straße, bei denen die Presbyter rund zehn zustimmende Rückmeldungen erhielten.
In dem Antrag an den Bezirkskirchenrat auf Fusion der Kirchengemeinden ist festgehalten, dass der Name nach der Fusion „Protestantische Kirchengemeinde St. Julian und Gumbsweiler“ lauten soll. Nach Zustimmung des Bezirkskirchenrates stehe noch die Entscheidung der Landeskirche aus, erläutert die Pfarrerin. Ziel sei – wie auch in Altenkirchen und Brücken – die Fusion noch vor den für den ersten Advent geplanten Presbyteriumswahlen abschließen zu können.