Schönenberg-Kübelberg
Besucher genießen es noch mal: Impressionen vom (letzten?) Seefest-Wochenende
Es war ein Abschied mit vielen Höhepunkten, auch das Wetter spielte nach einer Eintrübung am frühen Samstagnachmittag noch mit. Sicherheit war bei diesem vermeintlich letzten Seefest ganz groß geschrieben, überall mischten sich Security-Mitarbeiter unter das Publikum beziehungsweise fuhren in kleinen Aufsitzern über das Gelände.
Gleich zum Auftakt am Freitagabend nahm die Band Rednex Besucherinnen und Besucher mit ihren Hits wie „Cotton Eye Joe“, „Old Pop In An Oak“ und „The Spirit Of The Hawk“ mit auf eine musikalische Zeitreise in die 1990er-Jahre. Doch das sollte nicht die einzige Musikattraktion sein, am Samstag begeisterten die Gruppen Take 4 mit Titeln wie „Cordula Grün“ und „Mamma Mia“ und Brass Machine auf der Karlsberg-Bühne die Besucher, auf der Veltins-Bühne sorgten Roast Beat mit pulsierenden Rocksongs wie „All The Small Things“ oder „Hurra, die Schule brennt!“ sowie die Revengers für Stimmung und Tanzlaune. Immer wieder zückten Fans ihre Handys und filmten die Auftritte.
Ruhige Plätzchen am Ufer
Auch abseits des Musikprogramms spielte sich einiges ab. Die zahllosen Besucher fanden Gelegenheiten zum Bummeln, zum Shoppen und zum geselligen Beisammensein – etwa an Tischen und Bänken vor den Bühnen. Alte Freunde trafen sich da gemütlich auf ein Bier und unterhielten sich, andere legten eine Pause ein und brachten sich Essen von den Ständen mit. Und wer einmal etwas entspannen und seine Ruhe haben wollte, fand meist am Seeufer ein ruhigeres Plätzchen. Ein spontanes Nickerchen im Gras war da ebenso drin wie eine Plauderei mit Freundinnen auf der Bank, auch wenn abseits der Gastronomie noch mehr Sitzgelegenheiten wünschenswert gewesen wären.
Das Angebot an den Ständen beeindruckte durch seine Vielseitigkeit: Neben Klassikern wie Bier, Burger, Pizza, Pommes und Eis wurden auch ausgefallene Spezialitäten angeboten, zum Beispiel ungarische Köstlichkeiten. Auch Veganer, Kaffeetrinker und Freunde von Süßspeisen kamen auf ihre Kosten.
Stimmen von Stammgästen
Die Besucher flanierten an den vielen Ständen entlang, blieben immer wieder stehen, trafen auf Bekannte und plauderten oder sahen sich die Auslagen an. Bunte Taschen und Strohhüte lagen da etwa in reicher Auswahl.
Jeannette und Maik Prison aus Schönenberg genossen ihre Zeit beim Ohmbachseefest sichtlich: „Es ist sehr schön hier“, schwärmten sie begeistert. „Super Musik, viele Leute, viel Betrieb, gute Stimmung. Vor allem am Freitag war die Live-Musik ganz toll, die Atmosphäre, alles hat gepasst. Die Rednex und das Captain Hollywood Project – die haben uns bisher am besten gefallen.“
Auch Familien hatten ihren Spaß beim Seefest. Markus und Lena End aus Langenbach waren mit ihrem neun Monate alten Sohn Emilio gekommen. Sie zählen nach eigenen Angaben zu den Stammgästen des Ohmbachseefests: „Ich freue mich immer so sehr auf dieses Fest“, sagte Lena End. Die Heilerziehungspflegerin stammt aus Brücken, kommt zum Seefest immer wieder in die alte Heimat. „Einmal im Jahr ist das Seefest etwas ganz Besonderes und Schönes“, fügte sie hinzu. „Die letzten zwei Jahre haben wir es nicht geschafft, zu kommen, aber in den Jahren davor waren wir immer da. Und auch dieses Mal sind wir bis jetzt mit dem Kinderwagen immer gut durchgekommen.“
Und nun? „Es ist so schade ...“
Spaß haben konnten Kinder beim Trampolinspringen am See, was die Kleinen natürlich auch ausnutzten. Auf dem Abenteuerspielplatz konnten sich die Kinder ebenfalls austoben, während vom Beach Club auf der anderen Seeseite noch gedämpft die Musik herüberschallte. „Ich bin vom ersten Fest an hergekommen“, erzählte Christa Abt aus Sand im RHEINPFALZ-Gespräch. „Das Seefest machen wir immer mit. Zur Kerwe oder anderen Festen im Ort gehen wir nicht, aber hierher kommen wir jedes Jahr.“
Das Musikprogramm habe ihr diesmal allerdings nicht so gut gefallen: „Bis auf Rednex – und Take 4 war gut. Das waren bekannte Leute und sehr gute Stimmen.“ Das Ende der Ohmbachseefest-Tradition bedauere sie sehr: „Es ist so schade, dass es dieses Fest nicht mehr geben soll. Und dabei ist es ja schon kleiner geworden: Es gibt nur noch zwei Bühnen mit Live-Musik.“