ALTENGLAN RHEINPFALZ Plus Artikel 90 Prozent Zuschuss für Sanierungsprojekte möglich

Rund 1,3 Millionen Euro soll die Sanierung der Altenglaner Gymnastikhalle kosten. Ein Zuschuss von 90 Prozent ist möglich.
Rund 1,3 Millionen Euro soll die Sanierung der Altenglaner Gymnastikhalle kosten. Ein Zuschuss von 90 Prozent ist möglich.

Für die Sanierung der Mehrzweckhalle in Pfeffelbach und der Gymnastikhalle in Altenglan mit geschätzten Gesamtkosten von rund drei Millionen Euro bewirbt sich die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan um eine Förderung aus einem neuen Bundesprogramm.

Der Verbandsgemeinderat befürwortete am Donnerstag in Altenglan einstimmig, für beide Vorhaben bei erfolgreicher Projektauswahl entsprechende Förderanträge zu stellen. Falls die Bewerbung bei der Projektauswahl im Frühjahr 2021 berücksichtigt wird, könnten beide Sanierungen mit 90 Prozent aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gefördert werden. Die für diese „sehr gute Quote“ vorausgesetzte Haushaltsnotlage sei erfüllt, sagte Bürgermeister Stefan Spitzer.

Energetische Sanierung

Bei der auch für Schulsport genutzten Pfeffelbacher Halle ist den Angaben zufolge eine energetische Sanierung sowie eine Erneuerung des Sportbodens und der Sanitäranlagen erforderlich. Dafür wird mit Kosten von 1,6 Millionen Euro gerechnet. Die Gymnastikhalle Altenglan, die ausschließlich dem Schulsport zur Verfügung steht, soll ebenfalls energetisch saniert werden. Hierfür sind die Kosten auf 1,3 Millionen Euro geschätzt.

Mit 17 Ja-Stimmen beschloss der Rat eine Änderung des Flächennutzungsplanes der VG Altenglan, um für die Errichtung eines Solarparkes in Ulmet die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu ermöglichen. Gegen diesen Beschluss gab es eine Nein-Stimme und sieben Enthaltungen. Ratsmitglied Klaus Jung von den Freien Wählern argumentierte, bei der geplanten Fotovoltaik-Anlage auf einer Fläche von 1,8 Hektar müsse zwischen dem Nutzen alternativer Energiegewinnung und dem Eingriff in die Natur abgewogen werden. Die Ortsgemeinde hatte den Bau einer Freiflächenanlage auf der Konversionsfläche der ehemaligen Pumpstation der Nato im September befürwortet.

Konzept gegen Hochwasser

Der Verbandsgemeinderat beauftragte zudem das Ingenieurbüro Obermeyer GmbH (Kaiserslautern) zum Angebotspreis von 166.000 Euro, ein Schutzkonzept zu erarbeiten, das Schäden durch Hochwasser und starkem Regen vermindern soll. In einem ersten Schritt sollen Schutzmaßnahmen für die Gemeinden entwickelt werden, die von Hochwasser an Glan und Kuselbach sowie von Starkregen betroffen sind.

Weiter stimmte der Rat der VG dem Maßnahmenplan zu, mit dem gemäß Wasserrahmenrichtlinie der EU eine Verbesserung der Gewässergüte und der ökologischen Situation angestrebt wird. Das Programm umfasst Strukturverbesserung des Reichenbachs, Renaturierung des Bledesbaches und Albessbaches, sowie die Beseitigung von Querbauwerken am Pfeffelbach, die vom Land mit 90 Prozent gefördert werden.

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