Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Ausbau der Ortsdurchfahrt St. Julian liegt voll im Zeitplan

Im zweiten Bauabschnitt ist die Straße schon fertig, die Bürgersteige fehlen noch. Bei Bauabschnitt drei (weiter hinten) fehlt n
Im zweiten Bauabschnitt ist die Straße schon fertig, die Bürgersteige fehlen noch. Bei Bauabschnitt drei (weiter hinten) fehlt noch mehr.

Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan – und wenn sich das in den nächsten Monaten nicht mehr ändert, stehen die Zeichen gut, dass die Ortsdurchfahrt St. Julian bis Jahresende fertig ausgebaut sein wird. Herausforderung ist es, dass jedes Haus erreichbar bleiben muss. Dafür wird demnächst über den Dorfplatz eine kleine Umleitung geführt.

Stephan Bartenbach und Jonas Korb vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Kaiserslautern betreuen die Baumaßnahme im Glantal. Seit Oktober wird in St. Julian die etwa 1,2 Kilometer lange Ortsdurchfahrt, die B 420, grundlegend erneuert. „Die Auftragssumme für die Arbeiten beträgt gut vier Millionen Euro“, sagt Bartenbach, „darin sind der Straßenausbau, die Gehwege, Wasserleitungen mit Hausanschlüssen, Stromverkabelung und Kanalleitungen enthalten.“ Außerdem würden als Vorbereitung für schnelles Internet in der Gemeinde Leerrohre mitverlegt. Gemeinde, Verbandsgemeindewerke, Pfalzwerke und LBM arbeiteten deswegen eng zusammen. Korb: „Einmal in der Woche treffen wir uns mit allen Beteiligten auf der Baustelle.“ Kleinere und größere Probleme könnten gemeinsam besprochen werden.

Keine Komplikationen

Wobei: Größere Probleme habe es in St. Julian bislang noch nicht gegeben, sagen die beiden Fachleute einmütig. Seit die Baumaßnahme Anfang Oktober gestartet ist, gab es keine unvorhergesehenen Komplikationen. Bartenbach: „Der erste Bauabschnitt, der Ortseingang von Eschenau aus kommend mit der Geschwindigkeitsbremse, war Mitte November fertig.“ Geschwindigkeitsbremse, damit ist die Verkehrsinsel gemeint. Anschließend haben die Arbeiten witterungsbedingt pausiert. „Über Winter haben wir die Vollsperrung aufgehoben“, blickt Bartenbach zurück, „ehe es bereits im Februar weitergehen konnte.“

Vorteil geringe Grabetiefe

Der zweite Bauabschnitt reichte von der B-420-Einmündung Richtung Gumbsweiler bis etwa in Höhe des Sportheims. „Dass die Bauabschnitte so lang sind, ist für uns günstig. Dadurch kann zügig gebaut werden“, sagt Bartenbach. Schließlich müsse jedes Haus von Rettungsdienst oder Müllabfuhr irgendwie zu erreichen sein – auch wenn nicht jeder Anwohner bis direkt vor sein Haus fahren könne. Ebenfalls in die Hände gespielt habe bei den Arbeiten die geringe Grabetiefe. Bartenbach: „Der Kanal liegt etwa 1,50 Meter unter der Erde. Andernorts können das auch mal viereinhalb Meter sein. Da ist der Aufwand deutlich größer.“

Anwohner fahren über den Dorfplatz

Aktuell laufen die Arbeiten schwerpunktmäßig im dritten der vier Bauabschnitte, vom Sportheim bis zur Einmündung der Steige und der Bergstraße. Korb: „In den kommenden Wochen werden wir auf dem kleinen Dorfplatz bei der Bäckereifiliale ein Provisorium anlegen, damit die Anwohner der Steige und der Bergstraße über den Dorfplatz auf die B 420 fahren und wir die Kreuzung ausbauen können.“ Andere Umleitungsmöglichkeiten für die Anwohner gebe es nicht. „Wir sind die in Frage kommenden Strecken abgefahren, aber die eignen sich alle nicht“, sagt Bartenbach. Ende August sollen alle Arbeiten inklusive Bauabschnitt drei erledigt sein.

Ein weiterer Fahrbahnteiler

Ist der Einmündungsbereich fertiggestellt, beginnen die Arbeiten dann am vierten Abschnitt – von eben der Einmündung bis zum Ortseingang aus Glanbrücken kommend. Dort sind die vorbereitenden Erdarbeiten bereits abgeschlossen. Bartenbach: „Dort wird ebenfalls ein Fahrbahnteiler entstehen.“ Er ergänzt: „Natürlich ist die Fahrbahn dort so breit, dass alle Fahrzeuge durchpassen. Durch die Verschwenkung wirkt es optisch schmäler, und die Autofahrer drosseln die Geschwindigkeit.“

Bis Jahresende soll alles fertig sein

Läuft alles so reibungslos wie bisher, sei die Baumaßnahme bis Jahresende über die Bühne, sagen die LBM-Mitarbeiter. „Unwetter beispielsweise könnten die Arbeiten verzögern, oder Leitungen im Boden, mit denen niemand gerechnet hat“, nennt Bartenbach Beispiele. Lachend fügt er hinzu: „Oder ein Bombenfund“. Doch damit sei nicht zu rechnen, so etwas sondiere man zudem im Vorfeld. In Anspielung auf den Aprilscherz der Ortsgemeinde ergänzt Bartenbach: „Es gab auch keine archäologischen Funde.“ Am 1. April wurde auf der Facebook-Seite der Gemeinde von Funden aus der Römerzeit in der Nähe der Kirche berichtet.

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