Otterbach RHEINPFALZ Plus Artikel Umzug der Dampflok ans Stellwerk rückt näher

Noch steht die Dampflok in Kaiserslautern. Sie soll allerdings ihren Weg nach Otterbach antreten. Das kann aber noch etwas dauer
Noch steht die Dampflok in Kaiserslautern. Sie soll allerdings ihren Weg nach Otterbach antreten. Das kann aber noch etwas dauern.

Die Lautertalbahn war am 15. November 1883 in Betrieb gegangen. Der Förderverein „Dampflok am Stellwerk“ darf sich fast zeitgleich zu diesem 140. Jubiläum über die Nachricht freuen, dass die alte Dampflok vom Bahnheim in Kaiserslautern ans Otterbacher Stellwerk umzieht. Allerdings ...

Der Kaiserslauterer Stadtrat hat kürzlich einmütig dem Umzug der schönen alten Dampflok vom Kaiserslauterer Bahnheim ans Otterbacher Stellwerk zugestimmt. „Dafür haben wir ja aber auch lange gekämpft“, entfährt es spontan dem Förderverein-Vorsitzenden Karl-Heinz Ochs. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ dämpft er zugleich alle Erwartungen an einen flotten Ablauf für den Umzug des 140 Tonnen schweren Technikdenkmals.

Ein schwieriges Vorhaben

Lange Zeit hatte sich Ochs überhaupt nicht auf eine Zeitschiene für den Umzug festlegen lassen. Einer der Gründe war der überaus schwierige Transport des Stahlkolosses. Nicht nur die zahlreichen Genehmigungsverfahren für die Überführung türmen sich auf. Bisher galt die Brücke am Westbahnhof über die Straße ins Lautertal als kaum überwindbares Hindernis. Von den Amerikanern sei Transport zwar angeboten worden. Auf deren Tieflader jedoch hätte die Lok knapp nicht unter der Brücke hindurchgepasst.

Das hat offenbar den Mitgliedern des Fördervereins keine Ruhe gelassen. Deren Suche nach einem Unternehmen ist lau Ochs erfolgreich verlaufen. Mit dem Tieflader einer Spezialfirma sei die Brücke nun kein Hindernis mehr, freut sich der Fördervereins-Chef. „Allerdings schlägt das Vorhaben mit all den erforderlichen Genehmigungen mit rund 32.000 Euro zu Buche“, eröffnet Ochs.

Spenden werden benötigt

Auf die Frage, wie der Verein die Kosten stemmen wolle, holt er am Telefon hörbar tief Luft. Es fielen ja nicht nur diese Kosten an. Bis die Lok am Stellwerk unter einem Schutzdach stehe und frisch lackiert sei, gebe es noch weitere Aufwendungen. Die nächste und wichtigste Aufgabe für den Förderverein wollen die Verantwortlichen daher so bald wie möglich angehen. „Wir werden uns mit Unternehmen zusammensetzen und um Spenden bitten“, kündigt Ochs an. „Wir sind ja ein ganz junger Verein. Deshalb haben wir natürlich nicht die nötigen Rücklagen“, fügt er an. Er hoffe sehr, dass das Projekt Dampflok auf viel Verständnis in der Region stößt. Er rechne nämlich fest damit, dass das Technikdenkmal den Fremdenverkehr belebt und deshalb vor allem für das Lautertal zu einem Aufschwung beitrage. Noch einmal angesprochen auf den Zeitplan, will sich Ochs nicht exakt festlegen. „Wir wollen uns für das Projekt nicht unter Zeitdruck setzen“, meint er. Nach Gesprächen im Verein sei vereinbart worden, im Jahr 2026 die Dampflok dem Publikum zu präsentieren.

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