Landstuhl RHEINPFALZ Plus Artikel Freiwillige Feuerwehr Landstuhl will neue Mitglieder werben

Mit einem Stand und Fahrzeugen präsentiert sich die Freiwillige Feuerwehr Landstuhl am Montag auf dem Platz vor der Stadthalle.
Mit einem Stand und Fahrzeugen präsentiert sich die Freiwillige Feuerwehr Landstuhl am Montag auf dem Platz vor der Stadthalle.

Was wäre, wenn es brennt und niemand kommt, um das Feuer zu löschen? Was wäre, wenn jemand nach einem Autounfall eingeklemmt ist, aber niemand ihn befreien kann? Für das Ehrenamt werben: Das wollen der rheinland-pfälzische Landesfeuerwehrverband und die Freiwillige Feuerwehr der VG Landstuhl.

Dazu rücken die Helfer am kommenenden Montag mit zwei Fahrzeugen, einem Infostand und einem Glücksrad an, um sich zwischen 9 und 17 Uhr auf dem Lothar-Sander-Platz vor der Landstuhler Stadthalle zu präsentieren. Einen Tag später, am Dienstag, 29. September, sind der Verband und die örtlichen Floriansjünger im gleichen Zeitraum auf dem Dorfplatz in Oberarnbach präsent.

Zum zweiten Mal beteiligt sich die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde an dieser landesweiten Werbetour des Feuerwehrlandesverbands. Ziel ist es, die verschiedenen Altersbereiche von den sechs- bis zehnjährigen Bambini über die Jugendfeuerwehr zwischen zehn und 16 Jahren bis hin zu den Aktiven zu verstärken. Der zentrale Platz wurde als Standort gewählt, da dort die Fußgängerfrequenz hoch ist und auch Schüler erreicht werden. Interessierte können sich die Fahrzeuge anschauen, sich über die Aufgaben, Aktivitäten und Karrierechancen informieren. Die Feuerwehrleute des Landesverbands und der Verbandsgemeinde berichten gerne von ihrem Alltag, demonstrieren Gerätschaften und stehen Rede und Antwort.

„Wir möchten den Stand erhalten“

Lücken unter den Freiwilligen tun sich noch nicht wirklich auf, erzählt Rüdiger Väth von der Wehrleitung. Allerdings könne es tagsüber speziell in Oberarnbach zu Schwierigkeiten kommen, eine ausreichende Mannstärke zusammenzubekommen, da die Feuerwehrleute auswärts arbeiteten. „Dann ziehen wir Kameraden aus anderen Wehren zusammen“, erläutert er das Prozedere für den Notfall. Dies sei ein landesweites Problem, fügt Väths Kollege Thomas Jung an. „Noch können wir die Vorgaben erfüllen. Wir möchten aber den Stand erhalten, den wir momentan haben.“

Angesprochen sind Interessierte jeden Alters und Geschlechts. Jung, sportlich und dynamisch seien willkommene Eigenschaften, aber: „In der Feuerwehr hat jeder seinen Platz, ob im Einsatz oder im rückwärtigen Bereich. Für jeden findet sich eine Aufgabe, auch für Personen mit Handicap“, unterstreicht Väth. Da das Ehrenamt immer noch männerdominiert sei, sind speziell auch Mädchen und Frauen angesprochen, vor allem auch, weil beispielsweise junge Mütter, die zuhause sind, auch tagsüber einspringen könnten.

„Unsere langfristige Strategie ist es, die Bambini zu stärken, die dann in die Jugendfeuerwehr aufrücken – in Queidersbach funktioniert das gut – und uns später als Aktive erhalten bleiben, damit wir unseren Bedarf decken können“, hält Väth fest.

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