Kreis Kaiserslautern Der Winter naht erneut

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Vielleicht kann sich der eine oder die andere von uns noch an den April 1981 erinnern. Damals sorgte ein kräftiges Tief über Deutschland für Wetterkapriolen. In der Nacht auf Montag, 27. April, ging der Regen in vielen Teilen der Westpfalz in Schnee über. So entstand eine Schneedecke von teilweise über zehn Zentimetern. Da dieses Ereignis genau während der Obstblüte stattfand, fiel die spätere Ernte eher mager aus. An diesem Wochenende könnte sich eine ähnliche Wetterkonstellation anbahnen, wenngleich sich die Schneefälle eher auf die Mittelgebirge beschränken.

Es ist kein Aprilscherz: Der Spätwinter meldet sich zurück. Zwischen einem Atlantikhoch und einem Tief über Skandinavien und Osteuropa gelangt zum Wochenende polare Kaltluft im breiten Strom nach Mitteleuropa. Die Unbeständigkeit in der Atmosphäre sorgt zusätzlich für die Wolken- und Niederschlagsproduktion, so dass immer wieder kleinere Schlechtwettergebiete von Norden nach Rheinland-Pfalz vorstoßen. In dieser Luftmasse können sich durchaus bis in tiefere Lagen Schneeflocken oder Graupelkörner unter den Regen mischen. Es ist sogar nicht auszuschließen, dass es von Sonntag bis Mittwoch kommender Woche in Teilen unserer Region nochmals eine kurze winterliche Überraschung geben kann. Heute Durch eine dünne Wolkendecke kann die Sonne über der Pfalz gelegentlich noch milchig durchscheinen. Gegen Abend verdichtet sich diese Wolkendecke, im Lauf der Nacht beginnt es zu regnen. Die Temperaturen erreichen tagsüber jedoch nochmals erträgliche 14 bis 16 Grad. Samstag Morgen bleibt der Himmel bis zum Nachmittag von kompakten Schichtwolken überzogen, aus denen es häufig regnet. In der einströmenden kälteren Luft können sich am Vormittag vor allem in höheren Lagen auch Schneeflocken unter die Tropfen mischen. Nur selten werden über Mittag fünf Grad überschritten. Gegen Abend lässt der Niederschlag nach und der Himmel klart auf. Jedoch gehen die Temperaturen in den Keller. Sonntag Nach verbreitet leichtem Nachtfrost scheint vormittags zunächst eine Weile die Sonne. Dann bilden sich mächtigere Haufenwolken und es drohen einige Schauer. In der kühlen Aprilluft können sich bis in tiefere Lagen Schneeflocken und Graupelkörner unter den Regen mischen. In den sonnigen Phasen zwischendurch sollten die Temperaturen aber wieder auf sechs bis acht Grad ansteigen. In der Nacht zum Montag droht bei Sternenhimmel erneut Frost bis minus drei Grad. Örtlich kann es zu Glätte durch überfrierende Nässe kommen. Montag Am Montag herrscht bei einem raschen Mix aus Sonne und dicken, blumenkohlartigen Wolken wieder klassisches Aprilwetter. Dabei treten örtlich neue Schauer auf, die mit Schnee und Graupel vermischt sind. Die Temperaturen liegen in den sonnigen Phasen bei sieben bis neun Grad. Bei Schauern ist es aber deutlich kühler. Dienstag Nach einer weiteren kalten Nacht mit leichtem Frost ziehen neue Wolken heran, die zunächst Schnee oder Schneeregen mitbringen. Bei leichter Milderung werden aus den Flocken über Mittag meistens Tropfen. Trotzdem wird es wegen der Niederschläge und des spürbaren Südwest- bis Westwinds kaum wärmer als sieben Grad. Bei Aufklaren fallen die Werte in der Nacht wieder vielerorts in den leichten Frostbereich. Weiterer Trend Am Mittwoch bleibt es typisch aprilwettrig und unangenehm kalt. Neben kurzen sonnigen Phasen gibt es immer wieder dunkle Wolkenmassen mit Schneeregen und Graupelschauern. Mancherorts kann es auch blitzen und donnern. Bis zum Wochenende bleibt es wechselhaft bis unbeständig. Aber immerhin wird es ein bisschen wärmer. (icg)

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