Kreis Germersheim Wochen-Spitzen:

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Der trockene Bienwald ist bald abgeholzt, im Idyll aus Sand und Ziegenherde seufzen Biologen: „Wie früher“, und träumen von einer Zukunft als Hirtenbub. Heidi in der Südpfalz, hach! Aber, die Arbeit geht weiter. Noch steht der nasse Bienwald unberührt. Zurück ins nebulöse Tristozän, lautet dort das Motto. Mit Garnelenteich und Krokodilfarm lebt das Waldbild der Warmzeit vor 11,11 Millionen Jahren wieder auf. Über diese Bastelarbeit an der Natur freuen sich nicht nur alte Narren, da freut sich auch die Jugend. Hurra, so wird der Bienwald fit gemacht für den Klimawandel. Westheim ist zwar kein großes Dorf, aber es hat einen für seine Verhältnisse schönen großen Fasnachtsumzug. Und darauf können die Einwohner zu Recht stolz sein. Die Zeitung würdigt das und berichtet alle Jahre wieder in Wort und Bild. Weist auch auf Rekorde hin: „Weschde: 20. Umzug ist der größte seiner Geschichte – Mit fast 30 Zugnummern rund 2000 Zuschauer begeistert“, hieß es am Rosenmontag, 27. Februar 2001, in der RHEINPFALZ. Damals war die Umzugsgeschichte 20 Jahre alt. Nein, nicht die Geschichte, die in der Tageszeitung stand, sondern die Historie des Umzugs. „Mit 30 Zugnummern war es der größte sowie auch einer der farbenprächtigsten Fasnachtsumzüge, die Weschde je erlebt hat.“ Das war am vergangenen Rosenmontag, 8. Februar 2016, in der Zeitung zu lesen, also 15 Jahre später. Da kann man mal sehen, wie langsam sich manches verändert, allen Rufen vom angeblich permanenten Wandel zum Trotz. „Am Aschermittwoch ist alles vorbei, die Schwüre von Treue sie brechen entzwei. Von all deinen Küssen darf ich nichts mehr wissen. Wie schön es auch sei – dann ist alles vorbei.“ Wehmütig sind die Narren, wenn sie dieses Lied singen. Nach vielen Jahren des Klagens wurden sie aber nun endlich erhört. Deshalb haben Gott Jokus und der im Himmel fürs Wetter zuständige Petrus einen feinen Plan geschmiedet, der den Narren, zumindest denen in Rheinzabern und Jockgrim, noch einige Tage Glückseligkeit schenken sollte – wenngleich diese Phase heute Nachmittag endet. Und zwar dann, wenn die letzte Zugnummer, des wegen Sturms am Dienstag sicherheitshalber abgesagten und nun gemeinsam veranstalteten Fasnachtsumzugs – auf den man sich so freute und sich Arbeit machte – am Ziel ist. Vielleicht entsteht aus der Ausnahme des gemeinsamen Umzuges sogar eine neue Tradition. Das Datum könnte man noch ein wenig nach hinten rücken und im Extremfall ist Fasnacht vom 11.11. bis zum 10.11. des Folgejahrs. Das wär’s! Helau! Der Germersheimer Faschingsumzug hatte das Glück auf seiner Seite, war es am Samstag doch frühlingshaft warm und aus polizeilicher Sicht war es ein ruhiger, gemütlicher Umzug für alle Narren. Und diese Narren waren ein sehr ehrliches Volk. Hatte doch ein Panzerknacker zwar nicht einen Teil seiner Beute auf dem Tournuser Platz verloren – jedoch sein Smartphone. Und das wiederum wurde von einem närrischen Bellheimer gefunden, der das Gerät der Polizei brachte. Die kombinierte nicht lang und schrieb in eine „Whats-App-Gruppe“, dass das Handy bei der Polizei abzuholen ist. Der Panzerknacker ging somit freiwillig der Polizei ins Netz und erhielt sein Smartphone zurück. Gleichzeitig gelobte er, das Handwerk wechseln und von nun an ehrlich bleiben zu wollen. Närrisch, oder? Die „alten Parteien“ und die Medien bilden eine unheilvolle Gemeinschaft und lügen die Bürger an. So, zumindest sinngemäß, hat es der AfD-Landesvorsitzende Uwe Junge bei der Wahlveranstaltung im Jockgrimer Anglerheim ausgedrückt. Auch wolle die AfD nicht auf Flüchtlinge schießen lassen. Das sei der Bundesvorsitzenden Frauke Petry von den Medien in den Mund gelegt worden. Die „Lügenpresse“ ist in diesem Fall der „Mannheimer Morgen“. Dass der eine schriftliche Autorisierung des Interviews mit eben dieser Aussage hat, genehmigt von Petry selbst, interessiert Junge nicht. Hauptsache mal wieder draufgehauen. Eines kann die junge AfD wirklich schon besser als die „alten Parteien“ – den Bürgern ein X für ein U vormachen, wenn’s dem eigenen Zwecke dient. Ein schönes Wochenende

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