Dubai/Jockgrim UN-Klimagipfel: Gebhart setzt auf Technologie und Marktwirtschaft

Der UN-Klimagipfel COP28 ist nicht nur eine politische Konferenz, sondern gleichzeitig eine riesige Wirtschaftsmesse,
Der UN-Klimagipfel COP28 ist nicht nur eine politische Konferenz, sondern gleichzeitig eine riesige Wirtschaftsmesse,

In Sachen Weltklimagipfel ist Thomas Gebhart ein alter Hase. Früher war der südpfälzische Bundestagsabgeordnete regelmäßig Mitglied der deutschen Delegation. Nach vierjähriger Gipfelpause war der Christdemokrat in dieser Woche bei der COP28, der UN-Klimakonferenz in Dubai. Die Herausforderungen sind riesig, aber Gebhart ist durchaus optimistisch.

Er kommt gerade von einem Treffen mit Abgeordneten aus Großbritannien, Australien und Südafrika, als ihn der Anruf aus der Heimat ereilt. Der Austausch mit Politikern aus anderen Staaten ist für den Obmann im Ausschuss für Klimaschutz und Energie natürlich wichtig. „Aber die Veranstaltung hat viel mehr zu bieten. Die Konferenz ist auf dem ehemaligen Expo-Gelände, die Vereinigten Arabischen Emirate haben hier riesige Ausstellungsflächen“, berichtet Gebhart. „Das ist hier auch eine gigantische Wirtschaftsmesse.“

Für Gebhart ist das genau die richtige Kombination: Politik, Wirtschaft und technologischer Fortschritt. „Der Klimawandel ist die größte Menschheitsaufgabe. Wir werden sie nur bewältigen können mit einer Kombination aus Marktwirtschaft und technologischer Entwicklung. Klimaschutz muss sich lohnen“, sagt Gebhart. Staaten wie Indien, China oder Saudi-Arabien hätten den Klimaschutz als Geschäftsmodell entdeckt, würden in Dubai viel Werbung für ihre Technologien machen.

Drei Stunden beträgt der Zeitunterschied zwischen Dubai und Deutschland. In den Emiraten ist es bereits 17 Uhr an diesem Freitag, am späten Abend fliegt Gebhart noch zurück in die südpfälzische Heimat, bevor es am Montag nach Berlin geht, wo die eigentliche Arbeit wartet. „Ich finde, dass die Klimakonferenzen wichtig sind, sie alleine lösen aber nicht das Problem“, betont Gebhart.

Gebhart setzt auf Technologie-Transfer

Deutschland habe eine Vorreiterrolle. Viele Länder in der ganzen Welt schauten auf Deutschland. Gebhart: „Die fragen uns: ,Schafft ihr es, wirtschaftlich stark und klimaneutral zu sein’.“ Und in diesem Punkt sei die Politik der Bundesregierung nicht zufriedenstellend. „Wir verlieren unsere Wettbewerbsfähigkeit durch kleinteilige Verbote“, meint Gebhart. Deutschland habe etwa 1 Prozent der Weltbevölkerung und sei für 2 Prozent des CO2-Austoßes verantwortlich. „Aber wir können ein großer Teil der Lösung der weltweiten Klimakrise sein, darin besteht eine riesige Chance für unser Land, aber das geht nicht mit Verboten.“ Gebhart setzt auf Technologie-Transfer.

197 Staaten sind beim Weltklimagipfel, der am Dienstag endet, vertreten. Rund 90.000 Teilnehmer haben sich angemeldet. Die deutsche Delegation besteht aus 250 Personen, darunter 12 Abgeordnete. Gab es bei früheren Veranstaltungen dieser Art große Demonstrationen, so fallen die in Emiraten aus. „Es gibt schon einige Klimaaktivisten hier, die auf ihre Ziele aufmerksam machen, aber das ist alles sehr friedlich“, so Gebhart. Ein zentrales Thema bei diesem Klimagipfel sind finanzielle Entschädigungen für die Entwicklungsländer, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Gebhart hat auch mit Vertretern aus diesen Ländern gesprochen. „Sie versuchen so gut es geht, auf ihre Situation aufmerksam zu machen“, berichtet Gebhart.

Info

Thomas Gebhart lädt ein zu einer Videokonferenz am Mittwoch, 13. Dezember, um 20 Uhr. Der Bundestagsabgeordnete möchte Gelegenheit geben, sich über die Ergebnisse der Weltklimakonferenz auszutauschen. Er will auch über andere aktuelle Themen informieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zugang unter thomas-gebhart.de/online, auch eine telefonische Einwahl ist möglich. Zusätzlich wird die Konferenz live auf der Facebook-Seite von Thomas Gebhart übertragen:

https://eur04.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fgebhart.th&data=05%7C01%7Credger%40rheinpfalz.de%7Cba2c2943038d4bb0877908dbf7c66f51%7C52f316f09e434489af9c7395c0ce4448%7C0%7C0%7C638376203873807998%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C3000%7C%7C%7C&sdata=BDsTdbMBGb%2Bv6qjkCJA0gVPhfeKd681YxDb4QMgR27g%3D&reserved=0

Klimaschutz müsse sich für die Menschen lohnen, .dann könne er erfolgreich sein, meint Thomas Gebhart.
Klimaschutz müsse sich für die Menschen lohnen, .dann könne er erfolgreich sein, meint Thomas Gebhart.
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