Kreis Germersheim Leimersheim liegt zwar abseits, aber dem VRN am Herzen

Placeholder-Image

Schnell, flexibel und immer pünktlich am Ziel! Mit diesen Bewertungen würden wahrscheinlich die meisten Bürger, die Mobilität und Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz in dieser Gemeinde, beschreiben: Leimersheim! Das weiß auch jeder Schüler, der in Wörth zur Schule geht. Morgens gegen sieben stehen sie schon putzmunter an der Bushaltestelle, um mit ihrem Schulbus die 44- minütige Reise anzutreten. Kaum sitzt man in der Linie 548, merkt man, dass die Busfahrt lediglich eine halbe Stunde länger dauert als die Autofahrt. Das zeigt auch, auf welche persönlichen Bedürfnisse der VRN (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) achtet: langes Schlafen und ausgiebiges Frühstück - das sind Formalien, die sicherlich ungesund sind und deshalb vermieden werden sollten. Wer aber lieber noch andere Nachbarschaftsorte touristisch erkunden möchte, der hat auch die Möglichkeit auf dem Schulweg in Neupotz umzusteigen. So nutzt man auch die Chance, die verschiedenen Temperaturen, besonders morgens im Winter, kennenzulernen. Dieses Mobilitätsverhalten zeigt auch den Neuankömmlingen in der fünften Klasse, wie einfach es ist mit Bus und Bahn unterwegs zu sein. Übrigens wird dieses Angebot mittlerweile schon von einem Großteil der Leimersheimer Schüler genutzt! Wenn man dann freitagnachmittags eine Stunde nach Schulschluss zu Hause ankommt, spüren viele Jugendliche schon die Vorfreude auf die Freiheit des Wochenendes. Die Stadt Karlsruhe liegt schließlich ganz in der Nähe. Sonntags, an dem Tag sind alle Bus- und Bahnunternehmen am großzügigsten, bekommt die Gemeinde ganze zwei vollständige Busse zur Verfügung gestellt, welche nach Rheinzabern fahren. Natürlich kann man auch den Reiseangeboten der Deutschen Bahn folgen und Umwege über Kandel, Bellheim oder Landau nehmen. Dass die Bahn in Rheinzabern genau eine Minute nach dem Bus ankommt, lässt erneut deutlich erkennen, wie fürsorglich die Unternehmen sind. Denn sportlich muss man auch sein! Das allseits unter Pendlern bekannte „Bahnrunning“ wird vermutlich in kommender Zeit als Sportdisziplin gewertet. Diese spaßige Kategorie entstand nur durch die Herzlichkeit des VRN und der Deutschen Bahn, die exakt darauf achten, dass nicht zu viel Zeit zwischen den Umstiegen vorhanden ist. Das andauernde Schlendern ist viel zu sicher für die Öffentlichkeit. Nach ausgiebigem Rennsport darf nun aber nicht die Schlafenszeit in Vergessenheit geraten. Die verpasste Nachtruhe wird durch angemessene lange Wartezeiten wieder reingeholt. Zu einem kurzen Nickerchen eignen sich die komfortablen Stahlbänke äußerst gut. Sollten die Umsteigezeiten zu kurz sein, kommt die Deutsche Bahn einem mit Verspätungen entgegen (oder auch nicht) und erlaubt dem Wartenden, sich noch etwas Ruhe zu gönnen und sich selbst zu finden. Diese Selbstfindung wird besonders gerne bei Unwetter in Anspruch genommen. Wenige Stunden später kommt man dann in Karlsruhe an und stößt innerlich schon Jubelschreie aus: Die Partys können beginnen! Dass die Leimersheimer das Nachtleben vollends ausleben, liegt dem VRN ebenfalls sehr am Herzen. Dieses Verständnis zeigt sich bei der letzten Anbindung: Wer den letzten Bus nach Leimersheim erwischen will, muss mit der Stadtbahn erst spät nachts, kurz nach 18 Uhr, in Karlsruhe losfahren. So wird eine vollkommene Auskostung des Feierns und Erholens, gewährleistet. Falls man das Nachtleben doch mal länger in Städten fristen möchte, zeigen sich Familienmitglieder immer sehr erfreut, einen abholen zu dürfen. Denn auch Familienzusammenhalt hat bei den Verkehrsgesellschaften oberste Priorität. Wer jedoch lieber noch Lust auf Camping hat, kann sein Zelt auch nachts in Rheinzabern aufschlagen. Der nächste Bus kommt schon morgens kurz vor 5 Uhr. Insgesamt überzeugen die Verkehrsverbünde in allen Bereichen der Anbindungen und Mobilität in Leimersheim, welche keineswegs irgendwelchen Verbesserungen würdig sind.

x