Scheibenhard/t Hochwasser an der Lauter: „Noch mal Glück gehabt“

Die Lauter macht sich in Scheibenhard(t) brei.
Die Lauter macht sich in Scheibenhard(t) brei.

Trotz der beeindruckenden Wassermassen scheinen die Schäden in den Orten an der Lauter am Vormittag noch überschaubar. Der Pegel sinkt schon wieder.

Noch mal Glück gehabt, meint am Samstagvormittag Ortsbürgermeister Edwin Diesel. Zusammen mit seinem Kollegen von der französischen Nachbargemeinde Scheibenhard, Gérard Helffrich, steht er am südlichen Ufer der Lauter. Mit sorgenvoller Miene beobachten die beiden den Fluss, der nicht nur die beiden Gemeinden trennt, sondern hier auch zum Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich wurde. Die Kommunalpolitiker haben eine bange Nacht hinter sich gebracht. Jetzt wirken beide schon etwas entspannter. Sie hoffen, das Schlimmste hinter sich zu haben. Der Pegel der Lauter sinkt schon langsam wieder, der Regen hat in der Nacht gegen 2 Uhr aufgehört. Darüber können sich die Bürgermeister nur freuen.

Vor die Gärten an der Lauter sind in Scheibenhard(t) überschwemmt.
Vor die Gärten an der Lauter sind in Scheibenhard(t) überschwemmt.

Steigende Pegel am Oberlauf

Sie verfolgen zwar die Meldungen über steigende Pegelstände der Lauter am Oberlauf, hoffen aber, dass sich dies nicht mehr dramatische auswirkt, wenn die Wassermassen die Grenzgemeinden erreichen. Gott sei Dank, so Diesel, findet das beliebte Brückenfest erst in zwei Wochen statt. Und bis dahin dürfte sich wieder alles beruhigt und das Wasser doch etwas zurückgezogen haben, hofft er. Dass in der Nachbargemeinde Berg das Bootsfest am Pfingstwochenende abgesagt werden musste, sei bedauerlich.

Blick auf die Lauter in Scheibenhard(t).
Blick auf die Lauter in Scheibenhard(t).

Haus am Ufer gebaut

Am Ufer der Lauter hat Dieter Werling sein Haus gebaut. Vorsichtshalber mit einem wasserdichten Keller, der viel Geld gekostet habe. Doch das sei gut investiert, meint Werling. Er habe bisher keine Schäden feststellen können und glaube auch, dass es diesmal wieder gut gegangen sei. Sandsäcke, die die Feuerwehr vorsichtshalber an einige Anrainer verteilt hatte, habe er jedenfalls nicht gebraucht.

Überflutete Gärten in Berg.
Überflutete Gärten in Berg.

Anders als im Jahre 1974, erinnert sich Werling. Damals sei die Straße überschwemmt gewesen, so der heute 64-jährige. Der Dauerregen führte in der gesamten Region zu Überschwemmungen, Wiesen und Felder stehen unter Wasser. Zu sehen war dies auch im Bereich der Mühle Berizzi in Berg. Wer den Radweg befuhr, der hatte nicht nur die Lauter im Blick, sondern eine ganze Seenlandschaft vor sich.

Straße gesperrt

Weiter unten, wo die Lauter die Straße die L 556 (Rheinstraße) unterquert, bleibt sie in ihrem Bett. Spuren des Hochwassers sind am Ausflugslokal „Lautermuschel“ zu sehen. Hier tritt das Wasser geringfügig über das Ufer und läuft in Richtung Parkplatz. Gesperrt sind wegen Überflutungsgefahr die direkte Straße zwischen Büchelberg und Scheibenhardt.

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