Kreis Germersheim Gehölze müssen dringend weg

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Um dringende Schnittarbeiten ging es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Freckenfeld: Christoph Blankenburg, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft der Grundbesitzer am Naturschutzprojekt Bienwald erläuterte die Aufgaben zur Flurbereinigung.

An Gräben, am Waldrand und an Bächen müssen Gehölze zurückgeschnitten werden. Mit den Jahren, so werde geschätzt, seien so gut zwei Hektar privates Eigentum buchstäblich zugewachsen. Damit würden Flächen als sogenannte Hutung abgestuft, die, so Brandenburg, nur mit 35 Cent bewertet würden. Mit dem Rückschnitt werde nun eine Wertermittlung möglich, die besonders für Ausgleichsflächen im Bienwaldprojekt wichtig sei. Bürgermeisterin Gerlinde Jetter-Wüst bedauerte, dass diese Rückschnittmaßnahmen nicht angekündigt worden seien. Damit ist die Gemeinde in Zugzwang, denn sie muss nun zügig Fachfirmen beauftragen. Zudem ist das Zeitfenster für Baumschnitt nur bis März offen und die Nachbargemeinden vergeben auch Rückschnittarbeiten. Christoph Brandenburg ließ durchblicken, dass diese Flurbereinigungsmaßnahmen schon länger angestanden hätten, nun aber Eile geboten sei, weil Fördermittel des Bundes davon abhingen. Richard Schindler (Freie Wählergemeinschaft) stellte dazu den Antrag, einen ortskundigen Landwirt für die Beaufsichtigung der Rückschnittarbeiten zu benennen. Denn es gehe auch um landwirtschaftliche Wege, Ortskenntnis sei allemal hilfreich. Ein gutes Beispiel sei Kandel, wo es eine Zusammenarbeit bei den Flurbereinigungsarbeiten gebe. Über diesen Antrag soll in der nächsten Ratssitzung entschieden werden. Jetzt wurde beschlossen, dass die Bürgermeisterin eine Firma beauftragen soll. Kritik gab es anderer Stelle: „Wir hätten die Internetseite schon lange haben können, wenn du deine Arbeit gemacht hättest“ warf Richard Schindler (Freie Wählergemeinschaft) danach Bürgermeisterin Jetter-Wüst vor. Vor über einem Jahr sei im Gemeinderat die Homepage vorgestellt worden, erinnerte Schindler. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, aber es seien immer wieder Termine verschoben worden. Die Arbeitsgruppenmitglieder der SPD hätten ihre Arbeit nicht gemacht. Die Bürgermeisterin habe den Begrüßungstext und Fotos nicht geliefert und sich nicht um einen neuen Provider gekümmert. Obendrein habe er eine „ziemlich unverschämte Mail“ von der Bürgermeisterin erhalten. Darin habe sie mitgeteilt, mit einem anderen Gestalter zusammen zu arbeiten. Jetter-Wüst verwahrte sich gegen den Vorwurf. Meist sei die Arbeitsgruppe gar nicht zusammen gekommen.

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