Kreis Germersheim Einsatz für Erste Hilfe belohnt

Für das Projekt „Förderung konkreter Maßnahmen im Bereich Erster Hilfe in weiterführender Schulen des Landkreises Germersheim“ stellte die „Stiftung der Sparkasse Germersheim-Kandel zur Förderung von Kunst, Kultur und Sport sowie zur Förderung der Heimat- und Jugendpflege“ einen Betrag in Höhe von 11.150 Euro zur Verfügung.
In einer Feierstunde übergaben am Dienstag Landrat Fritz Brechtel und Sparkassenvorstandsmitglied Achim Seiler die Förderbeiträge an die Schulleiter und Lehrer sowie an enggierte Schüler aus sieben Schulen des Landkreises. Von der Sparkasse angeschrieben worden waren 15 Schulen aus der Region. Die konnten sich bei der Stiftung um einen Betrag von maximal 3000 Euro für bestehende oder in Gründung befindliche Schulsanitätsdienste, für konkrete Vorhaben im Bereich Erste-Hilfe-Ausbildung für Schüler und für die Anschaffung von Notfallausrüstung bewerben. Beworben haben sich das Johann-Wolfgang- von-Goethe-Gymnasium sowie die Geschwister Scholl- und die Richard- von-Weiszäcker-Realschule-Plus aus Germersheim, das Europagymnasium Wörth, die Realschule plus Kandel sowie die Integrierten Gesamtschulen aus Rülzheim und Wörth. Landrat Brechtel dankte den anwesenden Lehrern und Schülern dafür, dass „Erste Hilfe“ an ihren Schulen wichtig genommen wird und zeigte sich froh darüber, dass viele Schülerinnen und Schüler freiwillig und gerne beim Schulsanitätsdienst mitmachen. Sparkassen-Vorstandsmitglied Seiler sagte, dass der Sparkasse die Ausbildung junger Menschen zu lebensrettenden Maßnahmen wichtig ist und bescheinigte ihnen, dass sie in ihren Schulen damit Vorbildliches leisten. Auf die Frage wofür das erhaltene Geld eingesetzt wird, antwortete die Lehrerin Bärbel Stoner, die 2002 den Sanitätsdienst an der Realschule plus in Kandel eingeführt hat, dass Reanimationspuppen, Übungsdefibrilatoren, neues Übungsmaterial und Hilfe-Rucksäcke angeschafft werden. Einige ihrer Schüler erinnerten Stoner daran, dass auch eine Rufanlage nötig sei. Mit 19 Schülerinnen und Schülern, die beim Schulsanitätsdienst aktiv dabei sind, hat die Realschule plus Kandel wohl die stärkste Helfergruppe der sieben beteiligen Schulen, zumal es auch noch eine lange Warteliste gibt. Erfreut ist die Lehrerin, dass ihre Gruppe schon mehrfach an Wettbewerben einer Krankenkasse teilgenommen und dabei stets gut abgeschnitten hat. Ausgebildet werden die Helfer, zu denen auch viele Schüler mit Migrationshintergrund gehören, vom Deutschen Roten Kreuz, und zwar meistens am Wochenende. Bei der Geschwister Scholl-Realschule-plus in Germersheim sollen mit dem erhaltenen Geld zunächst neue Sani-T-Shirts für die acht Schulsanitäter bezahlt werden. Vier der Gruppe, die es seit 2006 gibt, sind im Hof und die weiteren vier im Gebäude tätig. Das dann noch übrige Geld ist für Hilfsmittel bestimmt. Reanimationspuppen und Übungsdefibrilatoren stehen, wie eine Befragung ergab, so wie auch Erste-Hilfe-Rucksäcke wohl auf der Wunschliste der beteiligten Schulen. Aber diese Wünsche können jetzt erfüllt werden und dafür waren die Lehrer und Schüler sehr dankbar.