Germersheim
200. Geburtstag des Seligen Paul Josef Nardini wird gefeiert
Die Vorstellung des Programms zum Jubeltag beginnt allerdings mit einem Wermutstropfen. Sozialreferentin Rita Rösch verweist auf drei geplante Veranstaltungen, die wegen Corona ins nächste Jahr verschoben wurden. Nardini-Walk, Musical und Talkrunde gibt es also erst ein Jahr nach dem 200. Geburtstag – ein rundes Programm wird dennoch geboten.
Bereits seit einigen Tagen sind in der Stadt fünf große Jubiläumsbanner zu sehen, die in feurigen farben Nardinis Leitspruch „Wer ein großes Feuer in sich trägt, kann die Welt erwärmen“, zeigen. Es gehe mit den Veranstaltungen nicht nur ums Feiern, sagte Eva-Maria Denig vom Arbeitskreis Nardini der Pfarrei. Vielmehr wolle man darstellen, dass Nardini heute noch so aktuell ist, wie damals.
Vorbild heute wie damals
Nardini, der 2006 seliggesprochen wurde, hatte sich als Priester um die Ärmsten der Gesellschaft, vor allem Kinder gekümmert und zu deren Versorgung und Betreuung in Pirmasens die Mallersdorfer Schwesternschaft gegründet. Die, so Rösch, sei bis heute weltweit aktiv.
Ausgehend von der Frage, „Wo ist der Bezug von Nardini zu uns heute?“, habe man die Ausstellung konzipiert, die den Nardini-Geburtstag begleiten soll. Die drei Verantwortlichen dafür, Denig, Maria Dick und Regina Günther, wollen in ihren Kirchengemeinden zeigen, dass Nardini mehr ist als nur die Figur auf dem gleichnamigen Platz in Germersheim. „Wir müssen uns kümmern um Arme, Alte, Kranke, Kinder, Bildung“, sagte Denig. Das seien die Themen, die die Kirchen heute noch beschäftigen.
Figuren suchen Schaufenster
Zu sehen sein wird die Ausstellung mit figürlich dargestellten Szenen aus Nardinis Leben ab 29. Juni in Germersheim. Sie wird im Schaufenster des ehemaligen Schuhgeschäftes Köhler in der Ludwigstraße aufgebaut. Ab dem 24. August soll sie dann durch die Gemeinden der Pfarrei wandern: Sondernheim, Lingenfeld, Schwegenheim und Westheim. Jeweils begleitet von einem der Jubiläumsbanner.
In Lingenfeld wird das Schaufenster im Stammhaus der Bäckerei Abele in der Ortsmitte der Ausstellungsort. „Wir suchen noch Schaufenster in Westheim und Schwegenheim“, sagt Maria Dick. Auch Sondernheim sei noch nicht in trockenen Tüchern. „Am besten wäre ein leerstehendes Ladengeschäft“, ergänzt Denig. Die Ausstellung in den laufenden Betrieb eines Geschäftes zu integrieren, sei eher nicht möglich. Wichtig sei natürlich ein Ort mit möglichst hoher Passantenfrequenz.
Online-Andacht und Präsenz-Gottesdienst
Direkt am 200. Geburtstag, dem 25. Juli, wird in der St. Jakobus Kirche in Germersheim um 10.30 Uhr ein Festgottesdienst gefeiert. Am selben Tag geht eine Online-Andacht ins Netz, in der sich ein Nardini-Darsteller mit den in der Ausstellung gezeigten Lebensstationen des Seligen beschäftigt. Diese Online-Andacht soll dann längere Zeit auf der Homepage der Pfarrei abrufbar sein.