Kreis Bad Duerkheim Leserbriefe:

Es wird eine Frau aus Ellerstadt erwähnt, die beklagt, dass einer Familie aus Ellerstadt zum Einkauf nur die teure Fahrt nach Ludwigshafen bliebe. Mit der gleichen Bahn kann man auch, weitaus günstiger, zum Aldi nach Fußgönheim (nur eine Station nach Ellerstadt-Ost) oder nach Bad Dürkheim fahren oder (außer Samstag und Sonntag) mit dem Ruftaxi der Verbandsgemeinde für 2 bis 2,50 Euro zum Rewe in Wachenheim! Ich möchte ergänzen, dass die Aussage bezüglich des Hochwasserschutzes (ich verweise auf das Bauamt der Verbandsgemeinde Wachenheim) so nicht mehr richtig ist. Ganz im Gegenteil: Der Bachlauf ist des Öfteren ausgetrocknet. Richtig ist allerdings, dass es schon etliche gescheiterte Anläufe gab, dieses Gelände im Herzen Gönnheims sinnvoll abzurunden. Zuletzt durch das Projekt „Generationswiese“. Kochlöffel ist ein Betrieb der Systemgastronomie mit Computerkassen und angeschlossenem Waren-Wirtschafts-System. Dadurch ist die Flexibilität bei Gästen mit Sonderwünschen etwas eingeschränkt. Die Mitarbeitenden haben also richtig gehandelt. Auch richtig ist meiner Meinung nach, wie sie ihre Person in diesem Artikel beschrieben haben. Weiterhin guten Appetit! Jetzt muss ich mich doch einmal zu der „never ending story Stadtplatz“ äußern. Seit Jahren wird dieses Thema mantraartig wiedergekäut. Alle Beteiligten haben natürlich ein Stück weit recht: ein Haufen Autos, deren Fahrer sich um die Parkvorschriften eher wenig kümmern und daher (gerade samstags) heftigen Unmut hervorrufen; die Geschäftswelt, die zu recht Umsatzeinbußen befürchtet, wie in anderen Städten anschaulich zu bemerken ist. Warum aber kommt niemand auf einen Kompromiss? Warum werden nicht einfach die Fahrspuren rund um den Platz enger gestaltet. Vorteile: die für die Fußgänger gerade noch rudimentär erkennbaren Gehstreifen würden breiter; die Gästetische vor den einschlägigen Geschäften wären nicht vom Überrollen bedroht; die an den Tischen Sitzenden bräuchten nicht an den Auspuffanlagen schnüffeln müssen; die durch Parker verbotswidrig genutzten Straßenränder müssten frei bleiben, da die Fahrbahn eben nur noch Fahrzeugbreite hat. Wo also ist das Problem? Wir haben in den Städten doch mittlerweile genug viele schöne Fußgängerzonen mit leerstehenden Geschäften, das sollte sich hier nicht wiederholen. Die Menschen sind leider eher bequem und wenn man nicht schnell und einfach zum Ziel kommt, um zum Beispiel ein paar Flaschen Wein oder Blumen zu kaufen oder schnell einen Kaffee zu trinken, dann fährt man eben dahin, wo dies möglich ist. Dazu kommt, dass der Bevölkerungsanteil der über 50-Jährigen hier stärker vertreten ist, als vielleicht in anderen Orten. Darunter befinden sich sicherlich auch einige Mitbürger denen das Gehen schwer fällt, die aber noch nicht so eingeschränkt sind, dass sie einen Behindertenausweis erhalten würden. Für diese Personengruppe sind die Parkhäuser am Obstmarkt und im Dürkheimer Haus vom Stadtplatz schon zu weit entfernt. Diese Leute würden sicherlich dann nicht mehr kommen, besser noch sie werden durch die Sperrung des Platzes vom Stadtleben ausgeschlossen. Warum hält sich wohl der Supermarkt am Obstgarten so gut? Weil man dort im Parkhaus parken kann, mit dem Aufzug in den Laden fahren kann und seine Einkäufe trockenen Fußes gebührenfrei im Auto verstauen kann. Meines Erachtens wäre es besser die 24 Stellplätze weiterhin als Kurzzeitparkplätze zu erhalten, jedoch das wilde Parken auf dem Seitenstreifen zu unterbinden. Bevor mer dun dra denke, de Stadtplatz fers Audo eizuschränke, soll’d mer erschdmol gugge, wie die Perifferie kann den Verkehr schlugge. Ä Gsamdkonzept fer den Verkehr gheert her, dann fallt des mit dem audofreie Platz net schwer.