Nachklapp
Das Erfolgsgeheimnis des Rekordhalters
Wie sagte ein früherer Kollege mal so schön? „Je älter man wird, desto kürzer ist die Zeit zwischen zweimal Weihnachten.“ Wie wahr. Und das trifft auch für kürzere Zeitspannen zu: Vier Wochen – für Ältere ein Wimpernschlag. In vier Wochen ist übrigens der erste Advent.
Es ist also höchste Zeit, an Weihnachten und die Adventszeit zu denken. Was auch schon intensiv geschieht. In Haßloch ist diese Woche Glühwein auf dem Jahnplatz angekündigt worden, in Lindenberg wird wieder eine „Weihnachten-im-Schuhkarton“-Aktion vorbereitet. Deidesheim, wo sich in „normalen“ Jahren an jedem Adventswochenende 50.000 bis 60.000 Besucher tummeln, hat dagegen längst beschlossen, die Großveranstaltung abzusagen. Der Aufwand wäre viel zu groß gewesen, hatte die Tourist Service GmbH bereits im September mitgeteilt.
Nachricht schnell verbreitet
Andere denken längst über Weihnachten hinaus. Beispielsweise die Weidenthaler. Die kleine Waldgemeinde hat ihren großen Tag im Januar – wenn die „Weltmeisterschaft“ im Weihnachtsbaumwerfen und das Knutfest auf dem Programm stehen. Und das tun sie. Nachdem die Deutsche Presseagentur (dpa) vergangene Woche beim Veranstalter, dem örtlichen Fußballverein, nachgefragt hat, hat sich die Nachricht schnell verbreitet, auch in überregionalen Medien wie der Süddeutschen Zeitung oder dem Magazin Stern. Ja, nach der Corona-Pause in diesem Jahr sollen die Weihnachtsbäume 2022 wieder fliegen.
Was wir allerdings nicht herausgefunden haben, ist, wie man sich auf den Wettbewerb am besten vorbereitet. Vom Training mit selbst gefällten Fichten ist vermutlich abzuraten. Vielleicht einfach nur mental? Wie auch immer. Der Weltrekord liegt übrigens bei 25,01 Metern, geworfen von Frank Schwender, der sein Erfolgsgeheimnis Medienberichten zufolge einmal so beschrieben hat: „Drei Glühwein, dann ist der Körper bereit.“