Kaiserslautern
„Westpfalz Award 2021“ für Fotograf Thomas Brenner
Als im November 2020 der komplette Lockdown ausgerufen worden war, setzte Thomas Brenner mit seiner vielbeachteten Aktion „Kunst bleibt“ mehr als nur ein Zeichen. Etliche Serien mit jeweils fünfzig Plakaten von Bildenden Künstlern, Autoren, Schauspielern oder Musikern füllten über Wochen die „City Light“-Werbekästen der Firma Wall. Anschließend wanderten diese künstlerischen Plakate etwa in die Schaufenster des leerstehenden C&A-Gebäudes in der Eisenbahnstraße, in die Warteräume des Impfzentrums und in weitere Leerstände der Stadt, wo sie sich übrigens heute noch finden.
Im Frühjahr diesen Jahres übernahm Sabine Haas vom Landauer Kulturamt diese Aktion. Daraufhin waren auch in der südpfälzischen Stadt Brenners Kunstplakate in den Leuchtkästen im öffentlichen Raum zu finden. Dieser Schritt beschied der engagierten Aktion einen weiteren Erfolg.
„Ein Lichtblick für Kunst und Kultur“
Eine anonyme Jury des ZRW zeichnete nun den Kaiserslauterer Fotokünstler für dieses Projekt mit dem „Westpfalz Award 2021“ aus. In der Begründung heißt es, dass Brenner „die in drei Serien aufgeteilte Aktion mit der Ausstellung unterschiedlichster Werke der Kunst in rund 50 ,Citylight’-Kästen, wie zum Beispiel an Lauterer Bushaltestellen initiiert habe. Die Werke reichen von Malerei über Grafik und Zeichnung bis zu musikalischen und literarischen Ideen, einige der Plakate sind dabei zudem mit einem QR-Code versehen, der zu Tanzvideos, Autorenlesungen und Musikstücken führt.“ Um das Projekt zu ermöglichen, habe Brenner die Kunstschaffenden mit verschiedenen Akteuren zusammengebracht, um auch während der Pandemie die Kunst wieder zu den Menschen zu bringen. „Diese Kunstaktion im öffentlichen Raum ist ein Lichtblick für Kunst und Kultur in Pandemie-Zeiten mit monatelangem Lockdown und bietet die Möglichkeit, rund um die Uhr den Ausstellungsraum ,Stadt’ zu erleben.“
Der „Westpfalz Award“ beinhaltet neben dem Glaspokal eine Summe von 1000 Euro, die nicht in Brenners Händen bleiben, sondern weitergereicht werden. Der Spezialist für inszenierte Fotografie hat das Geld der Kaiserslauterer Künstlerwerkgemeinschaft gespendet. „So geht es wenigstens an Künstler unserer Stadt“, sagt er dazu.