Kolumne Nachspielzeit RHEINPFALZ Plus Artikel SV Rodenbach zeigt Moral

Ein ganz sicherer Elfmeterschütze: Dennis Leist vom SV Rodenbach (rechts).
Ein ganz sicherer Elfmeterschütze: Dennis Leist vom SV Rodenbach (rechts).

Seiner Favoritenrolle wurde der SV Rodenbach in der Heimpartie gegen die Sportfreunde Bundenthal zwar gerecht. Doch in dieser Fußball-Landesligapartie lief aus Sicht des Favoriten nicht alles wie gewünscht. Es fing schon in der ersten Halbzeit an. Trotz vieler Torchancen gelang den Rodenbachern kein Treffer. Das lag auch am Torhüter der Gäste. „Der hat einige gute Dinger rausgeholt, die nicht jeder gehalten hätte“, zeigte sich Peter Degen, der Vorsitzende des SV Rodenbach, beeindruckt von den Paraden des Keepers Lukas Hoffman, der eigentlich Stürmer ist, sich aber auch auf das Verhindern von Toren bestens versteht.

In der zweiten Halbzeit konnte er seinen Kasten dann aber nicht mehr sauberhalten. Von Nikolas Nußbaum in Szene gesetzt, versenkte Kevin Schehl den Ball zum 1:0. Und als Artim Bekteshi zum 2:0 nachlegte, schien die Sache für das Team von Spielertrainer Marco Heieck gelaufen zu sein. Natürlich wollte das Heimteam „den sicheren Vorsprung“ kontrolliert über die Zeit bringen. Doch ein Doppelschlag der Gäste riss den SVR aus seinen Siegesträumen. Ein „mit brachialer Gewalt“ geschossener Freistoß schlug im Rodenbacher Tor ein. Und nur zwei Minuten später glichen die Sportfreunde nach einem Konter zum 2:2 aus. „Das kann doch nicht wahr sein.“ Das sei ihm da durch den Kopf gegangen, erzählt Degen. Nach so einem jähen Umschwung wäre manch anderes Team ins Straucheln gekommen. Nicht aber der SVR. „Die Mannschaft hat Moral gezeigt. Sie wollte diesen Sieg unbedingt“, bemerkt Degen zu der Schlussphase des Spiels. Nach einem Foul an Dennis Leist im Strafraum der Gäste entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Ohne zu zögern schnappte sich der Gefoulte den Ball und verwandelte den Elfer zum 3:2. „Dennis hat noch keinen Strafstoß verschossen“, sagt Peter Degen und bezeichnet den Sieg als „verdient“. Für die Rodenbacher war es schon der achte Heimsieg in Folge. Diese Serie wollen sie am kommenden Sonntag (15.15 Uhr) fortsetzen. Da empfangen sie zum Rückrundenstart den VfR Kaiserslautern.

VfL Kaiserslautern siegt im Topspiel

Die Fans des VfL Kaiserslautern kamen am Wochenende voll auf ihre Kosten. Ihre Mannschaft besiegte im Topspiel der B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg den SV Mölschbach mit 4:1 und eroberte dadurch die Tabellenspitze. „Das war unser Ziel“, sagt VfL-Coach Michael Kalckmann, dessen Mannschaft sich während der Woche auf dieses Duell eingestimmt und eingeschossen hatte. Mit 8:2 hatte sie da in einem Nachholspiel die SG Hochspeyer/Waldleiningen besiegt. Gegen Mölschbach traf man dann zwar nicht acht Mal, aber vier Tore sind ja auch nicht von Pappe, zumal die Kalckmänner fast eine halbe Stunde mit einem Mann weniger spielen mussten.

„Ich hadere ja nicht mit dem Schiedsrichter“, betont der VfL-Coach und schildert den Platzverweis seines Spielers. Der habe, nachdem einer seiner Teamkameraden „gefoult worden war und der Schiri nicht gepfiffen hatte“, den Ball in die Hand genommen und dafür die Rote Karte gesehen. Dem von da an in Unterzahl spielenden und mit 2:1 führenden VfL schien eine schwierige Schlussphase bevorzustehen. Überraschenderweise bestimmte das Heimteam aber weiterhin das Spielgeschehen, und es verwöhnte seine Anhänger noch mit zwei weiteren Toren. Wie es für sein Team als Spitzenreiter weiterlaufen soll, weiß Michael Kalckmann. Am kommenden Sonntag will er mit den Seinen daheim gegen den VfL Wiesenthalerhof II voll punkten und dann „als Herbstmeister in die Winterpause“ gehen.

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