Kaiserslautern Stadtleben: Der Jazz lässt ihm alle Freiheiten

91-87430540.jpg

Lange und ausgefüllte Tage liegen hinter Franz Wosnitza. Nach einer Woche Jugend-JazzCamp auf Burg Lichtenberg im Kuseler Musikantenland geht es weiter nach Bad Soden. „Als Veranstalter ist man der erste und der letzte“, erklärt er. Dazwischen ging auch die neue Reihe „Palatia Washboard“ über die Bühne am Volkspark. Beim Auftakt muss an viel gedacht werden. Allem voran an die Frage, ob denn auch alles glatt laufe. Wosnitza zeigt sich zufrieden, „äußerst überrascht“ von den Jazz-Fans in Kaiserslautern. Noch drei Konzerte der „Palatia Washboard“ finden in den nächsten Wochen statt, für 2017 sind neun geplant. Das Interesse sei da, es gebe nur zu wenige Angebote für die Generation ab 60 Jahren, die er wohlwollend „Best ager“ nennt. „Die 60-Jährigen sind heute so fit, wie die 40-Jährigen der letzten Generation“, erklärt er. Eine heiße Sohle aufs Parkett zu legen, sei für sie kein Problem, fügt Franz Wosnitza hinzu. Aber auch jüngere Jazz-Begeisterte mit Picknickdecken waren da. „Es hat ausgesehen wie ein Familienausflug“, sagt er und lächelt. An Urlaub ist bei aller Organisation, auch von eigenen Auftritten, nicht zu denken. Mit seiner Familie hat sich Franz Wosnitza bereits Ende Juli eine Auszeit genommen, ist mit dem Wohnmobil durch Italien gefahren. „Das hat es bei mir noch nie gegeben“, sagt er. Gut getan habe es, nichts organisieren zu müssen, fügt er hinzu. Das musikalische Ruder hat er im Urlaub trotzdem mal aus der Hand gegeben – übernommen habe das seine Tochter. Seine Trompete hat er ebenfalls zu Hause gelassen. Zwischen ihm und seinem Instrument herrsche eine „heiße Liebe“. Auch deshalb möchte sich Wosnitza in keiner anderen Musikrichtung mehr ausprobieren. „Der Jazz lässt einem alle Freiheiten“, verteidigt er sein Genre. Und so geht es für ihn mit verschiedenen Bands und Orchestern durch die Welt des Jazz. Denn wo sonst könne man über alle Harmonien und Musikstile frei verfügen. |krh

x