Fussball Souveräne Vorstellung der U19 des FCK

 Zweikampf zwischen Pharis Robin Petrica vom FCK (links) und Felix Haberer vom FC 08 Homburg.
Zweikampf zwischen Pharis Robin Petrica vom FCK (links) und Felix Haberer vom FC 08 Homburg.

Es sah fast aus wie ein Spaziergang, was die U19 des 1. FC Kaiserslautern auf dem Fröhnerhof bot. 12:0 (9:0) besiegte sie im Flutlichtspiel den Tabellenachten FC 08 Homburg und hat jetzt 39 Punkte und damit neun mehr als der Tabellenzweite 1. FC Saarbrücken, der ein Spiel weniger hat.

„Die Jungs haben von Anfang an Vollgas gegeben“, freute sich Trainer Alexander Bugera. Zur Halbzeit stand es 9:0, er wechselte fünfmal aus. Als dann Marco Kasic beim Zweikampf umknickte, spielte sein Team rund 30 Minuten lang in Unterzahl. Dass Bugera seinen Spieler vorsichtshalber vom Feld nahm, änderte nichts mehr am Spielstand. Zu dem Zeitpunkt führte der FCK bereits mit 12:0.

Dass die Roten Teufel so dominieren würden, war kurz nach dem Anpfiff noch nicht zu spüren. Zehn Minuten lang war es laut und unruhig auf dem Rasen. Die jungen Fußballer pushten sich gegenseitig. Dann fielen die Tore im Minutentakt. Der FCK brachte Ruhe ins Spiel und dominierte souverän. Lediglich einmal kamen die Saarländer vor das Tor, doch Keeper Tom Dahlke hielt überragend.

Nie zurückschrauben

Dass sein Team wieder Höchstleistung zeigte und vor Motivation sprühte, freute den ehemaligen FCK-Profi, der versucht, ihnen genau das vorzuleben, was er von ihnen erwartet: dass ein Fußballer, selbst wenn er einen Profivertrag unterschreiben sollte, nie zurückschrauben darf. Seine Schützlinge zeigen ihm, dass sie verstanden haben und dass sie es ernst meinen: „Die Jungs sind fokussiert und lassen nicht nach. Normalerweise hat man schon Phasen in der Saison, in denen man sagt, du gewinnst jedes Spiel, und man lässt da ein bisschen nach. Aber das ist weder im Training, noch in den Spielen so“, stellt er immer wieder fest. Wenn sie 3:0 führen, möchten sie das vierte, fünfte und sechste Tor schießen. „Das gefällt mir.“

Am Samstag und Sonntag gab Bugera seinen Jungs frei, am Montag und Dienstag steht die Vorbereitung für das nächste Spiel auf dem Programm: Am Mittwoch (19 Uhr, Kunstrasenplatz) reist die U19 zum TSV Schott Mainz. Am Donnerstag gibt er seiner Elf dann wieder frei. Am Freitag ist Training und am Samstag ein internes Spiel gegen die eigene U17.

Das Spitzenspiel

Für Bugera ist die Partie gegen Mainz ein Spitzenspiel. Auch wenn der Tabellenvierte der Regionalliga zehn Zähler weniger auf dem Konto hat als der FCK. „Wir wissen, dass wir immer die dominante Mannschaft sind, gegen Mannschaften spielen, die etwas tiefer stehen. Das wird auch gegen Schott Mainz so sein.“ Die Mainzer haben in der vergangenen Woche im Pokal gegen den Verbandsligavierten JFV Ganerb im Elfmeterschießen verloren, haben bisher eine durchwachsene Saison erlebt, aber auch erst ein Spiel verloren. Bugera weiß, dass sein Team als klarer Favorit nach Mainz fährt. Er mahnt aber auch zur Vorsicht. Schließlich habe sich seine U19 trotz der klaren Ergebnisse gerade gegen die Teams im oberen Tabellenbereich auch mal schwergetan, die Siege dann erarbeitet.

Dass die U19 des FCK die Regionalliga dominiert und wie sie es tut, gefällt Bugera. Der ab und zu schon mal darauf schielt, was an der Spitze der Nachbarkreise passiert. „Ich verfolge natürlich sehr aktiv die Hessenliga, die Liga, gegen die wir spielen. Auch Baden-Württemberg, die Stuttgarter Kickers, Sandhausen interessiert mich, auch wenn wir nicht gegen die spielen.“ Für die Wintervorbereitung hat er ein Testspiel mit den Stuttgarter Kickers vereinbart und gegen Eintracht Trier aus der Bundesliga, der Liga, in der die U19 nach dem Abstieg unbedingt wieder aufsteigen will.

Wie schwer der Schritt aber noch werden kann, weiß Bugera nur zu gut. „Du kannst in so ein Spiel reingehen und kriegst nach fünf Minuten ne Rote Karte. Das ist ein bisschen unfair. Du dominierst die Liga, und zwei Spiele entscheiden dann, ob Du aufsteigst oder nicht.“ Doch mit den zwei möglichen harten Spielen will sich der FCK-Coach noch nicht befassen, lenkt den Blick aufs Wesentliche: dass seine Mannschaft Erster in der Liga bleibt.

Torschützen

Leibrock 4 Treffer (2:0 15., 6:0 28., 7:0 36., 8:0 37.), Prokopschuk 2 (1:0 14., 9:0 39.), Merk (3:0 18.), Petrica (4:0 25.), Krasic (5:0 27.), Werner (10:0 49.), Sannoh (11:0 51.), Miftari je 1 (12:0 52.)

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