Handball
Plötzlich wird das Spiel zur Nebensache
„Es war eine sehr unglückliche Aktion, bei der Patrick von seinem Gegenspieler mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen wurde. Dahinter steckte keinerlei Absicht“, stellte TuS-Coach Sebastian Wächter im Nachgang klar. Nach 58 Minuten und 49 Sekunden wurde das Spiel dann vorzeitig abgebrochen, ein Wiederholungsspiel wird es nicht geben. Da beide Mannschaften weder mit dem Auf- noch mit dem Abstiegskampf etwas zu tun haben, können alle Beteiligten mit dieser unbürokratischen Lösung sehr gut leben.
Für Schulze, der erst eine Woche zuvor aus einer längeren Verletzung zurückgekehrt war, ging die Sache glimpflich aus. Die Platzwunde im Gesicht wurde im Krankenhaus mit fünf Stichen genäht. Ein erneuter Ausfall ist damit vom Tisch. Eine gute Nachricht für die vom Verletzungspech gebeutelten Westpfälzer, bei denen sich die Mannschaft gegen Illtal vor allem auf den Schlüsselpositionen mal wieder fast von allein aufgestellt hatte.
Fünf Ausfälle
Die beiden Torhüter Markus Seitz und Norman Becker fehlten ebenso wie Abwehrchef Pascal Theuer. Auch Spielmacher Alexey Wetz und Benjamin Jusufbegovic standen nicht zur Verfügung. Hinzu kam der kurzfristige Ausfall von Jan Simgen, der in den Wochen zuvor immer stärker als Pass- und Ideengeber auf der Mitte in Erscheinung getreten war. Dafür durfte überraschend Jannick Grunau ran, der seine Handballschuhe vor rund zwei Jahren an den Nagel gehängt hatte.
„Wir sind gut gestartet, haben gut verteidigt und hatten dazu einen gut aufgelegten Benedict Haubeil im Tor. Überhaupt haben wir es in der Abwehr gut gemacht“, lobte Wächter. Mit der Angriffsleistung seiner Mannschaft war der Trainer hingegen nur bedingt zufrieden: „Leider haben wir im Angriff viele untypische Fehler gemacht, ein schlechtes Entscheidungsverhalten an den Tag gelegt und unnötige Würfe genommen.“
Immer weitergekämpft
Dansenberg konnte sich zu Beginn der Partie auf 5:2 (12.) absetzen. Es sollte die höchste Führung an diesem Abend gewesen sein. Auch Illtal lag zu keinem Zeitpunkt mehr als drei Tore vorn (18:21/45.). Die Hausherren blieben in Schlagdistanz und wurden fünf Minuten vor dem Ende mit dem Ausgleichstreffer zum 25:25 (55.) belohnt.
„Die Mannschaft hat nie aufgesteckt und immer weitergekämpft. Ben Kölsch hat auf der Mitte ein richtig gutes Spiel gemacht, viel Übersicht gezeigt und auch Torgefahr ausgestrahlt“, lobte Wächter den fünfmal erfolgreichen A-Jugend-Spieler. Unter dem Strich stand ein dem Spielverlauf entsprechendes Remis zu Buche, Dansenberg bleibt damit Vierter. Bester Schütze war Timo Holstein mit 9/4 Toren. Die meisten Feldtore, nämlich sieben, erzielte sein Bruder Marco.
So spielten sie
TuS Dansenberg II: Haubeil/Rutz (Tor), T. Holstein (9/4), M. Holstein (7), Kölsch (5), Jung (4), Bohm, Willger, Schulze (je 1), Kurz, Dettinger, Grunau, Wächter