Kaiserslautern Papierqualität in Tonne besser

Jeder Haushalt im Stadtgebiet erhält eine 240-Liter-Tonne. In den Stadtteilen Dansenberg, Einsiedlerhof, Erfenbach, Erlenbach, Hohenecken, Mölschbach, Morlautern und Siegelbach funktioniert die Papiertonne schon hervorragend. Der Stadt liegen hier keine Klagen von Bürgern vor, sagen Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt und ASK-Werkleiter Rainer Grüner. Wer schon Papierbehälter auf zwei Rädern mit 90, 120 oder 240 Litern hat, erhält neue 240-Liter-Behälter, die dem neuen technischen Standard entsprechen. Sie werden mit einem Chip nachgerüstet, der für die Identifikation notwendig ist. Alle vier Wochen. Nein. Für das Aufstellen und Leeren der blauen Tonnen werden keine zusätzlichen Gebühren fällig. Wenn sich mehrere Haushalte in Mehrfamilienhäusern oder Wohnanlagen zusammentun und eine gemeinsame Tonne wollen, kostet auch das nicht mehr. Nur eine Zusatztonne kostet eine einmalige Gebühr. Das Papierrecycling soll verbessert werden. Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungs-Eigenbetrieb (ASK) will als öffentlich-rechtlicher Entsorger „Wirtschaftlichkeit mit verantwortungsvollem, ökologischem Handeln verbinden“. Über 80 Prozent der Bürger in Rheinland-Pfalz benutzen bereits eine Altpapiertonne. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die gesammelte Menge dabei höher liegt als dort, wo das Altpapier in Säcken oder Bündeln abgefahren wird. Altpapier in der Tonne zu sammeln, macht weniger Arbeit, als es in Papiersäcke zu stopfen. Außerdem müssen keine schweren Säcke mehr an den Straßenrand transportiert werden. Die Sammelmenge ist zurückgegangen. 2011 waren es gut 86 Kilo pro Einwohner, 2012 nur noch knapp 81 Kilo. Im Landkreis, wo Papier schon seit Jahren in Behältern gesammelt wird, sind es knapp 105 Tonnen. Sie erwarten, dass die Menge und die Qualität des Altpapiers steigen. Je besser die Qualität des Altpapiers ist, desto besser lässt es sich vermarkten. Stadt und ASK erwarten eine Steigerung ihrer Erlöse um 180.000 bis 190.000 Euro pro Jahr. Die Erlöse aus der Vermarktung des Altpapiers sind in der Abfallgebühr bereits jetzt kostenmindernd mit eingerechnet. Als positiven Nebeneffekt sehen Wimmer-Leonhardt und Grüner, dass die Arbeitsbedingungen der Müllwerker deutlich verbessert werden. Sie müssen keine schweren Säcke mehr vom Boden aufheben und in die Fahrzeuge werfen. Das Straßenbild wird verbessert, weil kein Papier aus aufgerissenen Säcken mehr umherfliegt. Es ist ab sofort möglich, einen begründeten Ausnahmeantrag zu stellen. Die Ausnahmen sollen allerdings Ausnahmen bleiben. Es kann ein „Antrag auf Beibehaltung der Papiersack-Sammlung“ oder ein „Antrag auf ein 120 Liter Papiergefäß“ gestellt werden. Die Formulare gibt es beim ASK in der Daennerstraße 11 und im Bürgercenter des Rathauses. Sie können auch im Internet unter www.ask-kl.de heruntergeladen werden. Letzter Abgabetermin für die Formulare ist der 31. Mai. Nein. Formlose oder fernmündliche Ausnahmen werden vom ASK nicht berücksichtigt. Etwa eine ordnungsbehördliche Verfügung, die das Aufstellen weiterer Behälter verbietet. Oder wenn weder auf dem Grundstück noch innerhalb oder außerhalb des Gebäudes ein Stellplatz vorhanden ist. Allerdings wird der Sachverhalt unter Umständen vor Ort geprüft. Nein, die Kunststoffsäcke werden gegen Papiersäcke ausgewechselt. ASK und Stadt machen darauf aufmerksam, dass es die Säcke nur beim ASK in der Daennerstraße 11 gibt. Außerdem werden maximal 50 Papiersäcke je Haushalt und Jahr ausgeteilt. Dafür erhält man einen Ausgabeschein. (ita)

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