Kaiserslautern Nichts für schwache Nerven

Serie gerissen: Nach sechs Siegen in Folge hatte der 1. FC Kaiserslautern in der Ersten Regionalliga Südwest am Sonntag erstmals wieder das Nachsehen. Beim 86:92 (50:46) gegen die SG Lützel-Post Koblenz lagen die Roten Teufel über weite Strecken der Partie in Führung, mussten sich am Ende aber geschlagen geben.
Durch die Niederlage verpasste die Mannschaft von Trainer Jan Christmann den möglichen Sprung auf Platz zwei und beschließt die Hinrunde als Fünfter. Mit einer Bilanz von acht Siegen bei fünf Niederlagen liegen die Lauterer voll im Soll und haben sich ein dickes Polster auf die Abstiegszone erarbeitet. Der Vorsprung auf den ersten von insgesamt drei möglichen Abstiegsplätzen beträgt zehn Punkte. Die Zuschauer in der Barbarossahalle bekamen ein hochklassiges Spiel mit 17 Führungswechseln zu sehen. Im selbst ernannten Aufstiegskandidaten vom Deutschen Eck, der vor Saisonbeginn vom Durchmarsch in die Zweite Baskeball-Bundesliga ProB träumte, hatten die Lauterer einen unangenehmen Gegner zu Gast. Die Mannschaft von Trainer Marcel Kastor, die ihre Aufstiegsambitionen nach vier Niederlagen in Folge vorläufig ad acta legen musste, präsentierte sich eine Woche nach dem 96:81-Befreiungsschlag gegen Absteiger TV Langen wieder deutlich selbstbewusster und wahrte durch den Sieg ihre Minimalchance auf die Meisterschaft. Beide Teams spielten schnörkellos nach vorne und trafen hochprozentig. Gegen Ende des zweiten Viertels gelang es den Hausherren zum ersten Mal, sich abzusetzen (48:37/18.). Koblenz hatte jedoch die passende Antwort parat, legte einen 13:2-Lauf aufs Parkett und war zur Halbzeit wieder in Schlagdistanz. Beflügelt von ihrem starken US-Duo Cedric Thomas (24 Punkte) und Aaron Ellis (18) bauten die Roten Teufel ihren Vorsprung nach der Pause auf 58:50 (25.) aus. Die Gäste ließen sich aber nicht abschütteln und wurden für ihre Hartnäckigkeit acht Minuten vor dem Ende mit der ersten Führung seit der zwölften Spielminute belohnt (71:70/32.). Das Spiel war nichts für schwache Nerven: Erst verwandelten Damjanovic und Thomas einen 72:78-Rückstand in eine 79:78-Führung, dann übernahm Koblenz 90 Sekunden vor Schluss durch zwei eiskalt verwandelte Freiwürfe wieder mit 85:83 die Führung. Einen Thomas-Dreier zum 86:85 konterten die Rheinländer mit zwei Korblegern und machten schließlich an der Freiwurflinie den Deckel drauf. „Wir haben heute kämpferisch alles gegeben. Leider haben wir die wichtigen Würfe am Schluss nicht getroffen, aber wir waren mit einem Spitzenteam auf Augenhöhe“, bilanzierte FCK-Coach Jan Christmann, dessen Team am Mittwoch (20 Uhr) im letzten Spiel des Jahres den KIT SC Karlsruhe in der Barbarossahalle empfängt. (kkm) So spielten sie 1. FC Kaiserslautern: Thomas (24), Ellis (18), Hosszu (12), Nap (11), Damjanovic (10), Schulze (5), Croom (4), Erb (2), Bolton Spielfilm: 11:10 (5.), 24:24 (10.), 48:37 (18.), 50:46 (20.), 58:50 (25.), 70:71 (32.), 86:85 (38.), 86:92 (40.) – Beste Spieler: Thomas, Damjanovic, Ellis - Boyce, Abele – Schiedsrichter: Schumann/Kemna.