Synchronschwimmen RHEINPFALZ Plus Artikel KSK-Nachwuchs im Gleichklang zu Bronze

Synchronschwimmerinnen beim Aufwärmen. Am Ende reichte es für den KSK zu drei Bronzemedaillen.
Synchronschwimmerinnen beim Aufwärmen. Am Ende reichte es für den KSK zu drei Bronzemedaillen.

Am vergangenen Wochenende fanden im Fächerbad in Karlsruhe die süddeutschen Meisterschaften im Synchronschwimmen statt. Zum ersten Mal konnte der Kaiserslauterer Schwimmsportklub in allen Jugendaltersklassen an den Start gehen.

Der Wettkampf stand ganz im Zeichen von großen Veränderungen. Die World Aquatics (ehemals FINA) hat 2022 ein neues Wertungssystem beschlossen, um mit objektiveren Wertungen auf internationaler Ebene den kleineren Nationen die Chance zu geben, um die vorderen Platzierungen mitzukämpfen.

Dies konnte KSK-Aushängeschild Klara Bleyer in Doha bei der Weltmeisterschaft im Februar unter Beweis stellen, als sie sensationell zweimal auf dem fünften Platz im Solo landete. Nun wurde dieses Wertungssystem auch auf nationaler Ebene etabliert und bei den süddeutschen Altersklassenmeisterschaften direkt angewandt.

Elemente im Vorfeld einreichen

Für das Trainerteam Nina Weber und Darleen Coressel bedeutete dies einen hohen Vorbereitungsaufwand, da man nun im Vorfeld die einzelnen Choreografien auf einer sogenannten Coach Card einreichen musste. Werden die Elemente anschließend nicht so geschwommen wie deklariert, gibt es eine sogenannte BaseMark und der zuvor angegebene Schwierigkeitsgrad auf 0,5 gesetzt. Bei den süddeutschen Meisterschaften wurden lediglich drei von mehr als 70 Küren ohne BaseMark geschwommen.

Am ersten Wettkampftag ging die Altersklasse C mit Greta Harth, Sophia Bitzer, Eliana Schmidt und Sarina Hansen ins Wasser. Im Pflichtvorkampf wurden vier im Vorfeld ausgeloste Pflichtfiguren vor einem Kampfgericht gezeigt. Hier konnten die Mädchen mit soliden Leistungen eine gute Ausgangslage erzielen und zogen ins Gruppenfinale am Sonntag ein.

Solistin mit fehlerfreier Kür

Am Freitagnachmittag startete auch Linnea Krummenauer in der Alterklasse A in der technischen Kür Solo. Für sie war es der erste Start als Solistin, bei dem sie sich direkt auf einem hervorragenden dritten Rang platzieren konnte. Diesen Podestplatz bestätigte sie am Samstag durch eine fehlerfreie Kür und konnte somit verdient die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen.

Der Samstagmorgen begann mit den technischen Küren der Duette. Hier schwamm das neuformierte Duett mit Linnea Krummenauer und Katharina Maurer. Auch sie zeigten eine solide Leistung und platzierten sich auf dem vierten Rang mit hauchdünnem Rückstand auf das Podium. Mittags standen die technischen Küren der Gruppe in der Altersklasse A/B auf dem Programm. Emmelie Stief, Linnea Krummenauer, Katharina und Julia Maurer zeigten eine tolle Leistung zum 2014er WM-Song Helele von Velile. Das Quartett landete damit auf dem dritten Rang.

Am letzten Wettkampftag konnten sich Linnea und Katharina durch eine schöne freie Kür noch auf den dritten Platz im Duett vorkämpfen und eine weitere Bronzemedaille zur Sammlung hinzufügen.

Meisterschaften „eine tolle Erfahrung“

Den Abschluss bildeten die freien Küren der Gruppen. Zunächst ging die Altersklasse C an den Start. Zur Filmmusik von Slumdog Millionaire zeigten Greta, Eliana, Sophia und Sarina, woran sie die ganze Saison gearbeitet hatten und schwammen eine gelungene Kür, die schlussendlich mit dem achten Platz belohnt wurde.

Die A/B Gruppe verteidigte mit ihrer Kür zu Super Mario den dritten Platz aus dem Vorkampf und erweiterte damit den Medaillensatz. Durch die ein oder andere falsch deklarierte Coach Card musste das Team des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs Punkte liegen lassen. Daraus sollen nun die Lehren gezogen werden, um sich für die kommenden Wettkämpfe und die kommende Saison besser vorbereiten zu können. Generell war dieser Wettkampf aber, so die Einschätzung des Trainerteams, „eine tolle Erfahrung“. Auf den drei Bronzemedaillen lässt sich aufbauen, auch mit neuem Wertungssystem.

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