Kaiserslautern Kistenweise Spiele

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Weilerbach. Ihre Ausbildung haben die Schülerassistenten aus Kreis und Stadt Kaiserslautern im vergangenen Sommer mit einer Schulung in der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Kaiserslautern abgeschlossen. Jetzt ist ihr Einsatz in den Pausen gefragt. „Marktplatz regional“ hat nachgehakt.

Schüler, die in Weilerbach die Westpfalzschule besuchen und eine Freistunde haben, können diese spielend verbringen. Bedienen können sie sich aus der Spielekiste, die der Landessportbund Rheinland-Pfalz der Realschule plus zur Verfügung gestellt hat, weil Weilerbacher Schüler sich zu Schülerassistenten haben ausbilden lassen. Voraussetzung ist, dass der Schülerausweis als Pfand für ausgeliehene Spiele hinterlegt wird. Die Ausbildung der Schülerassistenten wurde im vergangenen Sommer in Kaiserslautern abgeschlossen. Anschließend wurden die Weilerbacher Assistenten selbst zu Ausbildern. Denn gemeinsam mit den Lehrer haben sie sich ein Konzept ausgedacht, wonach nicht sie selbst, sondern die Klassensprecher und deren Vertreter die Pausenspiele organisieren sollen. In der Schülerversammlung haben die Assistenten die Spielekiste daher vorgestellt und die Verantwortlichen an Projekt-Vormittagen geschult. Noch allerdings könnte aus Sicht von Schulsozialarbeiterin Petra Brenk die Spielekiste gerne mehr genutzt werden. Klassensprecher Cetric Balling hatte in seiner zehnten Klasse die Kiste beispielsweise bisher eher selten im Einsatz. Brenk hofft auf einen vermehrten Einsatz der Schülerassistenten und ihrer Ideen in den wärmeren Monaten des Jahres. Auch im Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) in Kaiserslautern soll die Kiste häufiger zum Einsatz kommen, sobald es wärmer ist. Am ASG sind darüber hinaus auch Gruppenspiele geplant. Allerdings gebe es seit den Seminaren bereits jetzt, im Winter, für die fünften Klassen am ASG eine bewegte Pause, erklärt Marina Poppe-Kitzmann. Im Sportunterricht wurde die Kiste samt Spielen an der Schule vorgestellt. Gemeinsam mit einigen Lehrern haben die Schülerassistenten ein Konzept zum Spielen für den Schulhof entwickelt. Schülerassistent Jascha Steudler erklärt, dass die Spielekiste von den jungen Schülern gut angenommen werde. Auch an die Seminare des Sportbundes erinnert sich der 14-Jährige gerne. Der Schulhof des Albert-Schweitzer-Gymnasiums sei nicht sehr groß, sagt Steudler. Aber neben dem Basketball-Feld bleibe genug Platz für die Spiele aus der Kiste. Das Konzept erklärt der Neuntklässler wie folgt: Die bewegte Pause finde zweimal in der Woche statt. Jeweils zwei der fünften Klassen hätten einmal die sogenannte „bewegte Pause“. Springseile, Mal-Kreide sowie Fahrgeräte wie Pedalos und Diabolos seien zurzeit begehrt. Zusammen mit vier Mädchen aus seiner Stufe hat Jascha Steudler die Seminare besucht. Die ausgebildeten Schülerassistenten haben sich die Betreuung der Spielekiste eingeteilt. In Absprache mit den Aufsichtskräften verteilen sie die Spielgeräte an die Schüler. Sie holen also die Kiste auf den Schulhof, nehmen den Schülerausweis als Pfand entgegen. „Die Schüler spielen und lösen den Pfand nach der Pause wieder ein“, erklärt der Assistent. Für die eigene Pause bleibe den Assistenten dennoch immer genügend Zeit. Der Aufwand halte sich in Grenzen, erklärt Steudler. Im Sommer könnten die Schüler vielleicht auch eines der aufwendigeren Spiele austesten oder einen Ausflug begleiten, sagt er. An Ideen fehlt es den Assistenten nicht. Und auch für die Aufgaben des Schülerassistenten hätten sich einige schon interessiert gezeigt. An einem Konzept, die Spiele auch für die höheren Stufen anzubieten, würde gearbeitet, erklären Poppe-Kitzmann und Schüler Steudler. (rma)

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