Fußball
Interkulturelles Turnier in Kaiserslautern: Bester Spieler kommt aus Somalia
Auch dieses Mal waren in diesem von Fatihspor Kaiserslautern veranstalteten Turnier nicht nur Teams von bekannten Klubs aus der Stadt und dem Kreis Kaiserslautern mit von der Partie, sondern auch Mannschaften mit Spielern aus fernen Ländern. Das arabische Team Al Etihad und aus Afrika Eritrea und Somalia. Dieses Trio traf auf den FC Erlenbach, die SG Hochspeyer/Waldleiningen, Fatihspor, den VfR Kaiserslautern II, Olympia Ramstein III, den SV Wiesenthalerhof und den FSV Kaiserslautern.
Spieß umgedreht
Und alle drei spielten eine gute Rolle. So erreichte das Team Somalia das Endspiel und bekam es dort mit dem VfR Kaiserslautern II zu tun, den es zuvor in einem Spiel der Gruppe B noch mit 4:1 besiegt hatte. Doch als es dann um den Turniersieg ging, drehten die Erbsenberger den Spieß um und besiegten die Somalier deutlich mit 6:0.
Bereits nach zwei Minuten brachte Leon Lutzy mit einem strammen Schuss den VfR II mit 1:0 in Führung, und David Stadelmaier sorgte vier Minuten später für den 2:0-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel setzte Stadelmaier mit seinem zweiten Treffer das muntere Toreschießen fort (13.). Und nachdem Lutzy und Giuseppe Arwello auf 5:0 erhöht hatten (14./18.), machte Stadelmaier in der Schlussminute das halbe Dutzend voll.
„Sehr schönes Turnier“
„Es hat viel Spaß gemacht“, sagte der dreifache Torschütze Stadelmaier und fand, dass es ein „sehr schönes Turnier“ gewesen sei. Der Coach des siegreichen Teams, Moritz Nicolay, lobte die „gute Stimmung“ in der Halle und freute sich über den zweiten Turniersieg seiner Mannschaft in Folge.
Dabei hatte der VfR II seine Turnierqualitäten gezeigt. Als Zweiter der Gruppe B erreichte er das Halbfinale, in dem er auf den Ersten der Gruppe A, auf Al Etihad, traf. In einer umkämpften Partie, in der die Erbsenberger zunächst mit 0:1 in Rückstand geraten waren, setzten sie sich am Ende mit 3:1 durch und zogen ins Endspiel ein.
Matchwinner Ayawje
Noch spannender verlief die zweite Halbfinalpartie. Somalia als Sieger der Gruppe B traf da auf den FC Erlenbach, den Zweiten der Gruppe A. Der FCE ging in der fünften Minute mit 1:0 in Führung und verteidigte den knappen Vorsprung bis zur vorletzten Minute. Da gelang Mohamed Ayawje der Ausgleichstreffer zum 1:1. Im Neunmeterschießen wurde anschließend der Finalist ermittelt. Somalia setzte sich mit 3:2 durch. Den entscheidenden Neunmetertreffer erzielte Ayawje, der später als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde.
Al Etihad sicherte sich mit einem 3:2 im Neunmeterschießen gegen Erlenbach den dritten Platz.
Kein Vertreter der Stadt
Bei der Siegerehrung, bei der diesmal kein Vertreter der Stadt zugegen war, wurde Abdulhai Ahmad als bester Torhüter und Yahya Ben Hamida als bester Torschütze (5) ausgezeichnet, und die SG Hochspeyer/Waldleiningen bekam den Fairnesspreis. Eine Auszeichnung hätte auch Mustafa Sahin verdient gehabt. Der Vorsitzende von Fatihspor hatte es auch diesmal mit seinem großen Engagement und seinem eingespielten Team geschafft, das Interkulturelle Turnier, das für ihn eine Herzenssache ist, gut über die Bühne zu bringen. „Es war ein schönes Turnier mit einem tollen Endspiel“, sagte Sahin und zeigte sich etwas enttäuscht darüber, dass nicht mehr Zuschauer in die Schillerschule gekommen waren.