Kaiserslautern Geduldig auf die Chancen gewartet und belohnt worden

Hellwach: Spesbachs Torwart Michael Dier pariert.
Hellwach: Spesbachs Torwart Michael Dier pariert.

«Queidersbach.» Der FC Queidersbach hat durch ein 5:2 (2:2) gegen den SV Spesbach das Finale des Kreispokals Kusel-Kaiserslautern erreicht. Gegner am Ostermontag ist der FV Kusel. Mann des Tages im Halbfinale am Samstag war Felix Burkhard, der den FC Queidersbach auf dem Hartplatz mit vier Treffern quasi im Alleingang ins Endspiel schoss.

„Wir haben verdient gewonnen. Die erste Hälfte war ausgeglichen. In der zweiten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft, obwohl es Spesbach uns nicht leicht gemacht hat“, meinte Queidersbachs Spielertrainer Andreas Bauer nach dem bis in die Schlussphase engen und spannenden Halbfinale. Nach zwei Halbchancen von Queidersbachs Sturmspitze Felix Burkhard ging Spesbach mit seiner ersten Offensivaktion in Führung. Queidersbach brachte bei einer unübersichtlichen Situation den Ball nicht aus dem Strafraum. Tim Lessmeister scheiterte zunächst, bediente dann mit einem Rückpass den frei stehenden Marc Bodenstedt, der keine Mühe hatte, zum 0:1 einzunetzen (15.). Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Ecke kam Queidersbachs Mittelfeldspieler Marius Müller von der Strafraumgrenze zum Schuss und erzielte volley mit einem tückischen Aufsetzer den 1:1-Ausgleich (18.). Queidersbach hatte weiter mehr vom Spiel, Spesbach war stets gefährlich, setzte bei Kontern Nadelstiche. Der starke Timo Bischoff wurde halbrechts freigespielt. Seinen Rechtsschuss konnte Queidersbachs Torwart Sasa Djordjevic gerade noch mit einer Topparade über das Tor lenken (27.). Die Partie war nun bis zur Pause ausgeglichen. Und für Queidersbach machte Stürmer Felix Burkhard den Unterschied. Ein Pass von Marius Müller, und Burkhard war schneller als sein Spesbacher Gegenspieler. Mit dem Außenrist netzte der 25-Jährige abgezockt und sehenswert ins lange Eck zum 2:1 ein (39.). Damit war der Torreigen im ersten Abschnitt aber noch nicht beendet. Tim Lessmeister bereitete über links sehenswert vor. Nick Lessmeister war im Zentrum schneller als Queidersbachs Verteidiger Marius Ohnesorg (44.). Mit 2:2 wurden die Seiten gewechselt. Die erste Chance in Halbzeit zwei hatten die weiter auf Konter lauernden Gäste. Marc Bodenstedt steckte durch. Sebastian Schroeer brachte aber keinen rechten Druck mehr hinter den Ball (52.). Die Platzherren hatten zu Beginn der zweiten Hälfte deutlich mehr Ballbesitz, wussten damit aber lange nicht viel anzufangen. Spesbach stellte die Räume geschickt zu. Queidersbach fand bis in die Schlussphase kaum Lücken, wartete aber geduldig auf seine Chance. Und in den letzten Minuten zahlte sich die Queidersbacher Beharrlichkeit aus. Auch weil Spesbach jetzt öffnete und selbst die Entscheidung suchte. Ein Doppelschlag von Felix Burkhard entschied den spannenden Pokalkampf. Zweimal passte Marius Müller in die Schnittstelle der Abwehr. Burkhard lief jeweils alleine aufs Spesbacher Tor zu und vollstreckte eiskalt (82./85.). Sehr knifflig, denn beide Male abseitsverdächtig. Die Fahne des Linienrichters blieb aber unten, und der gute Schiedsrichter erkannte beide Treffer an. In der Schlussminute machte der Torjäger mit seinem vierten Treffer zum 5:2 gar den lupenreinen Hattrick perfekt. „Wir haben gegen einen guten Gegner lange dagegengehalten. Nach der Führung haben wir dann vermeidbare Gegentore bekommen. Insgesamt war es eine tolle Teamleistung von uns. Schade, dass dann unglückliche Schiedsrichterentscheidungen das Spiel entschieden haben“, sagte Spesbachs Spielertrainer Benjamin Fuchs, der bei den entscheidenden Gegentreffern jeweils eine Abseitsstellung sah. „Wir sind froh, das Finale erreicht zu haben. Wir wollen nach Niederlagen gegen Wolfstein und Steinwenden in den letzten Jahren im dritten Anlauf endlich den Pokal holen“, hofft Queidersbachs Spielertrainer Andreas Bauer auf einen Sieg am Ostermontag. So spielten sie FC Queidersbach: Djordjevic – Feike, Bauer, Schneider, Ohnesorg – Boehr, Blanz (88. Trinkaus), Müller, Brummer – Gundall, Burkhard SV Spesbach: Dier – Rittmann – Bechtold, Fuchs – Moses, Nick Lessmeister (87. Schäffner), Schroeer, Peters, Bischoff (63. Franz) – Bodenstedt (76. Orschel), Tim Lessmeister Tore: 0:1 Bodenstedt (15.), 1:1 Müller (18.), 2:1 Burkhard (39.), 2:2 Nick Lessmeister (44.), 3:2 Burkhard (82.), 4:2 Burkhard (85.), 5:2 Burkhard (90.) – Beste Spieler: Müller, Burkhard – Bischoff, Tim Lessmeister – Zuschauer: 80 – Schiedsrichter: Keilhauer (Hüffler-Wahnwegen).

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