Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Doppelderbywochenende für den TuS Dansenberg

Für ihn ist es ein besonderes Spiel: Robin Egelhof, hier im Spiel gegen Friesenheim/Hochdorf II.
Für ihn ist es ein besonderes Spiel: Robin Egelhof, hier im Spiel gegen Friesenheim/Hochdorf II.

„Jetzt kommen vier Spiele, die für die Zukunft des Vereins maßgeblich sind“, so stimmte Kapitän Sebastian Bösing (29) die TuS-Familie auf die kommenden Wochen im Abstiegskampf ein. Das erste dieser Spiele steht am Samstag in Homburg an, wenn der TuS auf den Tabellenvorletzten TV Homburg trifft.

Die Honigdachse, die mit großen Ambitionen in ihre erste Drittligasaison gestartet waren, stehen mit 8:28 Punkten nur zwei Zähler hinter Dansenberg. Ende Januar gelang ihnen mit einem 31:26 Heimsieg gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf II ein wichtiger Befreiungsschlag, doch vergangene Woche musste sich der TV im Saarlandderby gegen den starken Tabellendritten HG Saarlouis mit 31:25 geschlagen geben. Das Hinspiel in der Layenberger Sporthalle konnten die Honigdachse mit 30:23 für sich entscheiden. Auch beim Rückspiel in der Robert-Bosch-Halle wird es zu einem Wiedersehen mit einigen Ex-Dansenbergern kommen. Darunter TV-Trainer Steffen Ecker, Torhüter Henning Huber, Linkshänder Nuno Rebelo sowie Robin Egelhof, der im vergangenen Sommer vom TuS nach Homburg wechselte und das anstehende Duell mit dem Ex-Club so kommentiert: „Es wird für mich wieder ein sehr besonderes Spiel gegen die alte Heimat und gegen einige Spieler, mit denen ich viele Jahre zusammenspielen durfte. Die aktuelle Tabellensituation macht das Ganze noch mal spannender und für beide Mannschaften steht viel auf dem Spiel. Ich glaube, man kann sich auf einen schönen Fight freuen.“

Im Spiel gegen Spitzenreiter TuS Ferndorf wollten die Dansenberger eigentlich Selbstvertrauen tanken, auf dem Sieg gegen den TV Aldekerk aufbauen und mit einem guten Gefühl in die „Wochen der Wahrheit“ gehen. Das misslang jedoch auf ganzer Linie, der TuS ging mit 36:22 unter: „Das Spiel müssen wir abhaken. Gegen Homburg müssen wir uns um 180 Grad drehen und wieder das auf die Platte bringen, was uns ausmacht“, kommentierte Toptorschütze Jonas Dambach (25), auf dessen Tore der TuS angewiese ist. Bezüglich seiner persönlichen Leistung sagt er: „Ich muss jetzt den Kopf freikriegen, dann bin ich zuversichtlich, dass nächste Woche wieder ein paar mehr Dinger reingehen.“

Alle in den Fanbus

Auch Trainer Thomas Weber ist sich der Bedeutung des Derbys bewusst: „Die Mannschaft weiß, um was es geht, gegen Homburg zählt es. Wir werden uns gut auf den TV vorbereiten, unsere Fehler analysieren und intensiv trainieren.“

Enorm wichtig für die Pfälzer wäre, dass der noch angeschlagene einzige nominelle Rechtsaußen Josip Repusic (24) rechtzeitig fit wird. Er ist mit 79 Treffern zweitbester Werfer der Weber-Sieben und im Angriffsspiel eigentlich unverzichtbar.

Kapitän Sebastian Bösing setzt zudem auf die Unterstützung der Fans: „Wir hoffen auf die maximale Unterstützung beim Auswärtsspiel in Homburg. Im Kalender markieren und so viele Leute einpacken wie möglich.“ Der TuS-Fanbus startet am Samstag um 16 Uhr auf dem Dorfplatz in Dansenberg.

Ohne Kiefer und Bohm

Für das Perspektivteam des TuS steht am Sonntag, Anpfiff 18 Uhr in der Layenberger Sporthalle in Dansenberg, das Westpfalzderby gegen die SG Zweibrücken an. Dabei will sich das Team von Trainer Theodoros „Theo“ Megalooikonomou für die bittere 21:32-Niederlage im Hinspiel revanchieren: „Wir wollen zuhause gegen Zweibrücken punkten, und die SG ist ein Team, gegen das wir uns gute Chancen ausmalen“, zeigt sich Co-Trainer Patrick Schulze selbstbewusst. Dabei muss der TuS erneut ohne seine etatmäßige rechte Seite Steffen Kiefer und Frederik Bohm planen. Schulze hofft dafür auf Unterstützung aus dem Kader der ersten Mannschaft.

Nach einem überraschend schwachen Start in die Saison haben sich die Rosenstädter mittlerweile gefangen und mischen, wie zu erwarten, im oberen Tabellendrittel mit. Als Fünfter mit 24:12 Punkten können sie sich nach wie vor Chancen ausrechnen, noch ins Titelrennen eingreifen zu können.

Neben der altbekannten 3-2-1-Abwehr der Zweibrücker, gegen die die Dansenberger in den letzten Jahren immer wieder taktisch gute Mittel gefunden haben, hat die SG insbesondere in Form des erfahrenen Torhüters Norman Denzer einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten, der die TuS-Angreifer in den letzten Jahren reihenweise zur Verzweiflung gebracht hat.

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