Kaiserslautern Bausparen erlebt eine Renaissance

„2013 war für die Filiale Kaiserslautern der Deutschen Bank AG ein gutes und erfolgreiches Jahr.“ Das hat Filialdirektor Uwe Weinspach gestern bei einem Pressegespräch gegen über der RHEINPFALZ erklärt.
Das Geschäftsvolumen konnte gegenüber dem Vorjahr von 630 auf 640 Millionen Euro gesteigert werden. Das Depotvolumen kletterte um 5,2 Prozent auf 270 Millionen Euro. Mit knapp 180 Millionen Euro erreichte das Baufinanzierungsvolumen drei Prozent mehr als 2012. Mit 37 Mitarbeitern betreut die Deutsche Bank in Kaiserslautern mehr als 20.500 Privat- und Firmenkunden.
Weiter ausgebaut wurde die Position der Bank als Partner des Mittelstandes. Weinspach begrüßte die Zusage der Bank, für Kunden im Heimatmarkt bis 2015 insgesamt 10 Milliarden Euro an zusätzlichen Kreditlinien bereitzustellen. Kaiserslautern sei eine von 180 Filialen, in denen zusätzliche Beratungszentren für Firmenkunden eingerichtet worden seien. Damit sei die Filiale deutlich näher an mittelständischen Kunden in der Region dran. Bundesweit stünden den Firmenkunden 250 Beratungszentren offen, so Weinspach.
Weiter wurde für Geschäfts- und Firmenkunden der Zugang zum weltweiten Netzwerk und dem internationalen Knowhow der Deutschen Bank erleichtert. Auch wenn das Internet seit geraumer Zeit die größte Filiale der Deutschen Bank sei − 90 Prozent des einfachen Zahlungsverkehrs werden per Laptop oder iPad getätigt −, sei eine nachhaltige Beratung entscheidend für den finanziellen Erfolg, erläuterte Weinspach.
An der Deutschen Bank schätzten Kunden, dass sie selbst komplexe Entwicklungen in der Wirtschaft und auf den weltweiten Märkten überblicke. „Bei wichtigen und großen Entscheidungen kontaktieren unsere Kunden die Filiale.“ Um der Premiumberatung auch in der Qualität der Filialausstattung gerecht zu werden, wurden in den vergangenen Jahren pro Filiale zwischen 500.000 und 2,5 Millionen Euro in die Modernisierung investiert.
Nach den Worten Weinspachs war 2013 für den privaten Sparer ein schwieriges Jahr. „Nach Abzug von Inflation und Abgeltungssteuer mussten Anleger bei niedrig verzinsten Spareinlagen unter dem Strich einen realen Kapitalverlust hinnehmen.“ Wer den Mut gehabt habe, an den Aktienmarkt zu gehen, sei dafür belohnt worden. Dass im Gegensatz zu den europäischen Nachbarn nur sieben Prozent der Deutschen in Aktien investierten, zeige, dass deutsche Kunden ihre Risikoscheu bei der Geldanlage noch nicht abgelegt hätten. Dennoch habe die Anlage in Aktien 2013 um stattliche 15 Prozent zugelegt. „Wer im Niedrigzinsumfeld auskömmliche Rendite erzielen möchte, kommt an Aktien nicht vorbei.“
Der Wunsch nach dem Eigenheim oder einer vermieteten Immobilie in der Region sei dem Baufinanzierungsvolumen zugute gekommen, erläuterte Weinspach. Eine Renaissance erlebe das Bausparen, verwies er auf ein Neugeschäft der Deutschen Bank von 4,4 Milliarden, ein Plus von 22 Prozent gegenüber 2012.
Auch 2013 hätten sich Mitarbeiter der Filiale sozial engagiert und einer karitativen Einrichtung in der Region durch Arbeitseinsätze beim Renovieren geholfen. Zusammen mit der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ sucht die Bank 2014 wieder Leuchttürme für die Innovationskraft Deutschlands. Motto: Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht. Weinspach: „Wir freuen uns, wenn sich auch hier bei uns spannende Projekte finden.“ (jsw)