Kaiserslautern An den zwei Gesichtern arbeiten
Für die Volleyballerinnen des SV Steinwenden geht es zum Saisonauftakt in der Regionalliga zu Hause gegen die TSVgg Stadecken-Elsheim. Für den Aufsteiger und Neu-Coach Achim Ziegele beginnt damit auch wieder eine Art Wiedergutmachung, denn vor zwei Jahren trat der SVS bereits in der Regionalliga an, konnte den Abstieg aber nicht verhindern.
„Unsere Vorbereitung war insgesamt gut, und ich bin zufrieden damit, dennoch ist es im Ligabetrieb eine andere Situation, und wir müssen sehen, wo wir stehen“, sagt Ziegele. Dreimal Training pro Woche, dazu zwei Turniere und ein Testspiel über vier Sätze gegen Rohrbach (2:2) standen auf dem Programm. Die Bewertung des Trainers: „Wir haben immer noch zwei Gesichter, so konnte man ganz klar unsere Stärken aber auch unsere Schwächen erkennen. Daran gilt es zu arbeiten.“ Vor dem ersten Spiel beschäftigen den Übungsleiter zwei Fragen. Wo stehen wir, und schaffen wir es, unsere Stärken auf den Platz zu bringen? Antworten wird das Auftaktmatch liefern, das Ziegele als „Standortbestimmung“ sieht. Auf eine genauere Prognose verzichtet er. „Wenn wir es schaffen, in der Annahme gut zu sein, die leichten Bälle des Gegners zu verwerten und konzentriert sind, können wir etwas erreichen“, analysiert der Coach, „wir hoffen darauf, dass wir in dieser Liga in der Lage sind mitzuhalten, sprich einige Sätze und idealerweise das Spiel gewinnen“. Für ihn kommt es auch auf die Unterstützung durch die Zuschauer an: „Steinwenden hat eigentlich eine starke Fan-Base, deshalb hoffen wir, dass viele Leute kommen, das wird die Mädels beflügeln.“ Der Aufsteiger spielt laut Ziegele „natürlich nur um den Klassenerhalt“, es sind also ähnliche Bedingungen wie beim letzten Auftritt in der Regionalliga. „Die Mannschaft ist eingespielt und eigentlich identisch wie letztes Jahr, wenn wir genügend Konstanz ins Spiel bekommen, können wir unsere Ziele erreichen“, so der Übungsleiter. In Sachen Zu- und Abgänge hat sich nicht viel getan, lediglich Denise Bennewart wird ab dem zweiten Spieltag noch dazustoßen. Für das heutige Spiel gibt es aktuell keine personellen Probleme. Das Herrenteam der SG Kaiserslautern/Enkenbach bestreitet zum Saisonstart in der Landesliga zwei Spiele vor eigenem Publikum gegen die SG Südpfalz und die Trierer Volleys. Die Mannschaft wird vom neuen Trainerduo Jochen Zimmermann und Alexander Dmytryk gecoacht, das vorher beim VfB Weilerbach im Damenbereich tätig war. „Wir kannten am Anfang der Vorbereitung die Mannschaft nicht und mussten uns erst mal einen Überblick verschaffen, zudem ist die Liga auch komplett neu für uns“, erzählt Zimmermann. Gleich zu Beginn mussten die neuen Übungsleiter unangenehme Entscheidungen treffen, als 20 Spieler um nur zwölf Kaderplätze stritten und entschieden werden musste, wer den Sprung ins Team schafft und wer nicht. In zwei Turnieren gegen teilweise höherklassige Vereine erreichten die SG-Herren zweimal Platz fünf, weshalb Zimmermann „zufrieden damit“ war und „optimistisch“ in die neue Saison geht. Eine genaue Vorhersage zu den ersten Partien möchte er genau wie sein Kollege aus Steinwenden nicht geben: „Wir kennen die Liga und Gegner noch nicht gut genug und sehen es deshalb zunächst als Standortbestimmung, bei der wir natürlich trotzdem gewinnen wollen.“ Als Saisonziel nannte er das „obere Tabellendrittel“. Zwei erfahrene Spieler sowie Tobias Barz als Verstärkung aus der Regionalliga kamen als Neuzugänge, um unter anderem den Abgang von Mittelblocker Sebastian Kühn zu kompensieren. Auch die SG-Damen starten heute in die neue Landesliga-Spielzeit. Nachdem der Aufstieg aufgrund organisatorischer Pannen beim Verband verpasst wurde, obwohl die SG sich in der Relegation gegen die VSG Saarlouis souverän durchsetzen konnte, lautet das Ziel für das kommende Spieljahr: Meisterschaft. „Wir haben gemerkt, dass man nur direkt aufsteigen kann, und das bedeutet Meister werden“, gibt sich Mannschaftsführerin Anna Lena Birkmeyer kämpferisch. Zum Auftakt stehen ebenfalls zwei Heimspiele an. Sie werden gemeinsam mit den Matches der Herren in der Goetheschule in Kaiserslautern ausgetragen, um mehr Zuschauer in die Halle zu locken. Gegner sind Aufsteiger DJK Andernach sowie die SG Feldkirchen/Neuwied. „Beide sind noch schwer einzuschätzen, trotzdem müssen wir wegen unserer Ziele einfach beide Spiele gewinnen und das am besten mit 3:0“, äußert sich die Spielführerin, „wir haben ein gutes Gefühl“. In der Vorbereitung konnte die Mannschaft zwei Turniere gewinnen, jedoch kristallisierte sich eine große Baustelle heraus. „Wir haben viel zu oft den ersten Satz verschlafen und wollen nun zum Ligabeginn diese Fehler abstellen“, bemerkt Anna Lena Birkmeyer. „Außerdem wollen wir einige neue Ideen unseres Trainers umsetzen.“ Im Zwölfer-Kader der Spielgemeinschaft gab es einen Abgang und einen Neuzugang. So wird das Team von einer Amerikanerin verstärkt, die beim Militär arbeitet und in der Region stationiert ist. Die Mannschaftsführerin sieht in ihr eine „echte Verstärkung für uns“. Für den ersten Spieltag stehen alle Akteurinnen zur Verfügung.