Saisonbilanz RHEINPFALZ Plus Artikel SV Obersülzen sammelt viel Erfahrung in der Bezirksliga

Entscheidungsspiel in Mechtersheim: Obersülzens Ricardo Oetken (15 ) klärt auf der Linie.
Entscheidungsspiel in Mechtersheim: Obersülzens Ricardo Oetken (15 ) klärt auf der Linie.

Nur ein Jahr hält sich der SV Obersülzen in der Bezirksliga. Die verpatzte Hinrunde ist letztlich ein großes Handicap. Aber am Ende ist noch alles möglich, doch in den Relegationsspielen hat der SVO einfach Pech.

Die Fußballer des SV Obersülzen haben lange gekämpft. Doch letztlich stand nach nur einer Saison in der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz wieder der Abstieg. Im entscheidenden Spiel um den Ligaverbleib verlor das Team gegen den TuS Schaidt in Mechtersheim knapp mit 1:2 und musste daraufhin als Tabellen-13. und damit Sechstletzter in die A-Klasse runter.

„Klar ist das bitter, aber es kam nun nicht so überraschend, denn eigentlich waren wir ja in der Vorrunde schon so gut wie abgestiegen“, sagt Sascha Gerber. Nach der Meisterschaft in der A-Klasse Rhein-Pfalz hatte der Trainerfuchs sein Amt abgegeben und wollte als Sportlicher Leiter nur noch hinter den Kulissen arbeiten. Neuer Coach wurde im Sommer 2023 Tobias Hinkel. Nach ordentlicher Vorbereitung stimmten in der ersten Saisonhälfte aber die Ergebnisse nicht. Letztlich merkte dann auch Gerber: „Der neue Trainer und die Mannschaft. Das passte nicht. Deshalb haben wir eingegriffen.“

Trennung vom Trainer

Ende Oktober 2023 trennte sich der SVO von Hinkel. Gerber kehrte als Chefcoach zurück. In der Folge blieben die Obersülzer aber weiterhin in der Abstiegszone. Dass sechs Teams am Saisonende wieder in die A-Klasse mussten, machte die Sache richtig schwer. In der Hinrunde holte der SVO 17 Punkte und war zur Saisonhalbzeit mit Rang 14 schon auf einem Abstiegsrang. Doch die Obersülzer hielten sich im Ring. Mit einer tollen Aufholjagd schaffte der SVO es dann sogar auf Rang zwölf, war aber nach den 34 Saisonspielen punktgleich mit dem 13. TuS Schaidt. In der Rückrunde holte der SVO 24 Zähler.

Letztlich kam es dann eben zum Entscheidungsspiel. „Ausgerechnet in dieser Partie hat das Verletzungspech wieder voll bei uns zugeschlagen“, sagt Gerber. Top-Torschütze Dominic Gerber, der 16 Treffer erzielte und gerade in der Endphase der Spielzeit enorm wichtig war, fiel gegen Schaidt aus. „In der Innenverteidigung hatten wir Probleme, letztlich konnten wir das einfach nicht mehr kompensieren“, sagt Gerber.

Ein hartes Jahr

Was hängen bliebt, war ein hartes Jahr, in dem das Team reichlich Erfahrung sammelte. Ab Ende Juni wird Göran Garlipp das Team übernehmen. Er kommt vom A-Klassen-Meister TuS Dirmstein, bei dem er einer der Leistungsträger war. Einige Stammspieler werden das Team verlassen. Unter anderem Dominic Gerber, der künftig beim FSV Schifferstadt spielen wird. „Dazu kommen noch einige Abgänge, aber wir werden eine ordentliche Mannschaft in der A-Klasse stellen“, sagt Gerber, der weiter im Trainerteam um Neu-Coach Garlipp arbeiten wird. Genauso wie übrigens Ricardo Oetken. „Göran und Ricardo sind bei berufstätig, wenn einer von beiden ausfällt, springe ich dann ein“, macht Gerber klar.

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