Grünstadt Engel auf der A 6

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Zuerst müssen wir an dieser Stelle einen Bericht von vergangener Woche korrigieren: Bei dem Unfall am Dienstag auf der A 6 unterhalb des Laumersheimer Berges sind drei Menschen leicht verletzt worden. Wir hatten von zwei Verletzten berichtet. Neben dem Lastwagen-Fahrer aus Trier, dessen Wagen auf der Autobahn umgekippt ist, und dem Kaiserslauterer Golffahrer, der mit seinem Fahrzeug in den Lkw gefahren ist, ist auch der Beifahrer des Golfs verletzt worden. Die Autobahnpolizei Ruchheim hatte diesen Mann vergangene Woche nicht im Unfallbericht erwähnt – warum, das konnte der stellvertretende Dienststellenleiter gestern nicht sagen. Er bestätigte aber, dass es insgesamt drei Verletzte gegeben habe. Der Beifahrer des Golfs, Volker Köhler (73) aus Waldfischbach, ist mit dem Hubschrauber in die BG-Unfallklinik nach Ludwigshafen-Oggersheim geflogen worden, bis Donnerstag war er im Krankenhaus. Er hat einen Riss in der Rippe, außerdem zog er sich durch den Aufprall Prellungen vom Gurt zu. Das hat Köhler, der als Minijobber für ein Autohaus in Kaiserslautern arbeitet und vergangene Woche mit seinem Kollegen beruflich unterwegs war, gestern im RHEINPFALZ-Gespräch erzählt, und er hat seine Hämatone gezeigt. Die Schmerzen, sagt er, könne ihm keiner nehmen. Die Dankbarkeit aber auch nicht. Denn Ersthelfer haben Köhler aus dem kaputten Auto gezogen, und ihn an der Unfallstelle betreut. Er hat so viel Zuwendung erfahren, dass es ihm ein Anliegen ist, Danke zu sagen. Allen voran Petra Schumann aus Sausenheim. „Sie war mein Engel“, sagt Köhler. Schumann, die als Krankenschwester im Grünstadter Krankenhaus arbeitet und an diesem Tag privat unterwegs war, habe sich rührend um ihn gekümmert, ihn beruhigt und Mut zugesprochen. Auch ein englischer Arzt habe sich seiner angenommen, erinnert sich Köhler. „Man sagt immer: Die Menschen sind alle kalt. Aber das stimmt nicht. Die Ersthelfer haben sich alle so bemüht.“ Köhler hat mit den Folgen des Unfalls zu kämpfen – wenn ein Auto in einen Lastwagen fährt, kann es auch ganz anders ausgehen. Aber eine gute Erfahrung bleibt: Dass es Menschen gibt, die einem beistehen, wenn es nottut.

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