Grünstadt Ein musikalisches Dankeschön

Als „ein musikalisches Dankeschön“ bezeichnete Richard Martin, der Leiter der Musikschule Leiningerland, das Sparkassen-Frühjahrskonzert, das am Sonntag im Weinstraßencenter über die Bühne ging.
Schon vor dem Beginn konnte man im Weinstraßencenter die Musiker bei der Vorbereitung hören – es ertönten Klavier, Saxofon, Querflöte und viele andere Instrumente, die erahnen ließen, welch vielfältiges Programm die Musikschule da auf die Beine gestellt hatte. Vom klassischen Einstieg über Pop und Blues bis hin zum Chor wurde viel geboten. „Wir wollen ein bisschen für Frühlingsatmosphäre sorgen“, so Richard Martin. „Das bunte Programm solle „für alle Geschmäcker etwas bieten.“
Das gelang augenscheinlich gut: Wer sich im Publikum für Klassik interessierte, war begeistert von der Tritsch-Tratsch-Polka, einem Stück von Johann Strauß, das den Auftakt bildete. Beim Auftritt der Big Band unter Leitung von Christl Marley kamen Freunde der 70er Jahre, insbesondere des Blues, auf ihre Kosten. Der Titel „Birdland“ fand tosenden Beifall.
„Vielfältig“ war nicht nur das Programm, vielfältig war auch das „Alter der Musiker“: Ganz junge Schüler und alte, erfahrene Haudegen standen gemeinsam auf der Bühne und präsentierten ihr Können.
Martin bedankte sich aber nicht nur bei dem Sponsor, sondern auch bei Dieter Theobald, der 22 Jahre lang im Vorstand mit „viel Engagement und Herzblut“ für die Musikschule gearbeitet und gewirkt hatte. Man könne sie zweifellos als „seine Musikschule“ bezeichnen. Er wird weiterhin für die Musikschule tätig sein. „Es hat in den 22 Jahren Spaß gemacht, aber natürlich gab es auch Stress“. Wenn man älter werde, sei es besser die Sache in jüngere Hände zu geben, so Theobald.
Trotz aller Danksagungen stand aber die musikalische Unterhaltung im Mittelpunkt an diesem Morgen: „Spaß gemacht“ hat es beim Zuhören auch Jonathan Eberle, der im Publikum saß. „Es hat mir sehr gut gefallen“, sagte er. Auch Zuhörer, die erst gegen Ende des Konzertes kamen und es mehr en passant mitbekamen, fanden es gut, so zum Beispiel Julius Seyfert. Er selbst spiele (E-)Gitarre und E-Bass und höre „alles in Richtung Metal“. Obwohl diese Musikrichtung nicht präsentiert wurde, gefiel ihm das Konzert. Bei aller Vielfalt der Beiträge herrschte im Publikum einstimmig die Meinung, dass der musikalische Vormittag einen wunderbaren Auftakt zum Frühlingsanfang dargestellt habe. (chri)