Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Vereine aus Frankenthal und Umland schon weit mit Planungen für Saison 21/22

Dennis Morcinzyk (hier im Trikot des VfR Grünstadt) ist vom SV Ruchheim zur DJK Schwarz-Weiss Frankenthal gewechselt. Er wartet
Dennis Morcinzyk (hier im Trikot des VfR Grünstadt) ist vom SV Ruchheim zur DJK Schwarz-Weiss Frankenthal gewechselt. Er wartet aber noch auf seinen ersten Einsatz.

Wie planen die Fußballvereine im Umfeld einer Pandemie und einer ruhenden Meisterschaft die kommende Saison? Vollkommene Ruhe herrscht nicht an der Wechselfront. Aber es fällt schwerer, Spieler an Land zu ziehen. Trotzdem nutzen viele die fußballfreie Zeit, um Kontakte zu (re-)aktivieren und sich Gedanken über die Ausrichtung für die Zukunft zu machen.

Sascha Löcher und Co-Trainer Marius Heydasch werden auch in der kommenden Saison die Übungsleiter beim Bezirksligisten SC Bobenheim-Roxheim sein. Löcher hat nach eigenen Aussagen noch viele Kontakte zu Spielern aus früheren Trainerstationen, die noch in seinem Notizbuch stehen. Insbesondere von Jugendspielern, die jetzt auf dem Sprung zu den Aktiven sind. Löcher war vorher im Jugendbereich von Wormatia Worms an der Seitenlinie.

Das passe sehr gut, denn der SC wolle einerseits sein Team verjüngen, andererseits gerne in die Nische des Ausbildungsvereins von jungen, engagierten Spielern schlüpfen. Für diese Spieler sei es beim Sprung in den Aktivenbereich nicht so entscheidend, ob der SC in der kommenden Saison nun Bezirksliga oder A-Klasse spiele, meint Löcher. Da gebe es auch schon Zusagen.

Eine Trainingseinheit mehr am Binnendamm

Bei älteren Spielern sehe die Situation schon anders aus, sagt Löcher. Hier sei die Spielklasse entscheidender bei Wechselabsichten. Der SC wolle zudem in der kommenden Runde drei statt bisher zwei Trainingseinheiten pro Woche absolvieren. Das sei dem einen oder anderen gestandenen Spieler zu viel.

Beim VfR Frankenthal sieht Coach Martin Wohlschlegel, der ebenfalls weitermachen will, keine großen Veränderungen im aktuellen Kader, sagte er am Rande einer der wenigen Trainingseinheiten, die in der vergangenen Woche möglich waren. Einige A-Jugend-Spieler, die bereits beim VfR aktiv sind, sollen zum Aktivenkader stoßen. In der Offensive sehe er vielleicht noch Handlungsbedarf. Aber es sei in diesen Zeiten insgesamt schwierig.

Sportliche Ungewissheit macht es beim MTSV doppelt schwierig

Eine Planung für die kommende Saison sei nicht leicht, sagt auch Üzdal Duman, Trainer des A-Klassisten MTSV Beindersheim. Wird weitergespielt, dann muss der MTSV um den Klassenerhalt bangen. Das macht die Sache doppelt schwierig. Deshalb werde man wohl erst im April richtig an die Planung für die kommende Saison gehen. Trotzdem habe er schon einige Gespräche geführt, sagt Duman. Er glaubt nicht, dass es beim MTSV den großen Aderlass geben wird. „Der größte Teil der Mannschaft wird sicher bleiben.“

Unaufgeregt ist man ob der Situation beim A-Klassisten DJK Eppstein. Laut Trainer Tobias Hinkel gibt es ganz normale Planungsarbeiten. Das Trainerteam bleibe über die Saison hinaus bei der DJK. Patrick Divivier kehrt aus Dirmstein zurück, allerdings nicht mehr als Spieler. Er wird den Spielausschuss leiten. Die Spieler hätten sich in Gesprächen klar positioniert. Somit sei klar, wer bleibe und wer gehe. Wechsel seien ja sowieso meistens eine langfristige Sache. „Bei 70 Prozent der angefragten Spieler klappt der Wechsel nicht nach der ersten Anfrage“, sagt Hinkel.

Köhler führt viele Gespräche

Die spielfreie Zeit hat Andreas Köhler, Trainer des A-Klassisten ASV Heßheim, genutzt, um mit den Spielern über deren Zukunftsplanungen zu sprechen. Außer einigen Akteuren, die altersbedingt ausscheiden wollen, bleibe der Kader weitestgehend zusammen. Darüber hinaus stünde er mit mehreren Spielern wegen eines eventuellen Wechsels nach Heßheim in Kontakt.

Schon weit vorangeschritten sind die Planungen bei der DJK Schwarz-Weiss Frankenthal. Auch wenn Trainer Tim Graf sagt, dass es durch die Corona-Situation nicht einfach ist, die Fühler nach neuen Spielern auszustrecken. Aber: Mit den Spielern aus dem aktuellen Kader wurde Graf zufolge bereits für die kommende Saison verlängert. Sie stehen im Wort.

Drei Verlängerungen und zwei Neue an der Frankenstraße

Als letztes Puzzleteil hat die DJK die Verlängerungen mit Francisco Cetin, Maximilian Haltenberger und Patrick Mann am 5. März via Facebook bekanntgegeben. Fast schon professionell hat der Club die Vertragsverlängerungen mit Bildern der Spieler jeweils im Dreierpack in den vergangenen Wochen in den sozialen Medien veröffentlicht. Das Trainerteam mit Tim Graf und Assistent Damir Ugljien geht ebenfalls in die nächste Saison.

Mit Alessio Giganti, der vom VfR Friesenheim kommt, steht schon ein Neuzugang für die kommende Saison fest. Im Winter ist Dennis Morcinczyk vom SV Ruchheim an die Frankenstraße gewechselt, hat aber Corona-bedingt noch kein Spiel für die Frankenthaler bestritten.

Neues Flutlicht in Lambsheim

Mit der Verlängerung des Trainerteams Uwe Naßhan und Marc Hornig hat auch B-Klasse-Spitzenreiter Eintracht Lambsheim ein Zeichen für die kommende Spielzeit gesetzt. Alles andere wäre in dieser Situation allerdings auch eine große Überraschung gewesen. Naßhan hat nach eigener Aussage in Lambsheim optimale Arbeits- und Rahmenbedingungen. Mannschaft, Betreuerteam, Spielausschuss – alles passe aktuell. Selbst ein neues Flutlicht sei nun installiert worden. Das war bislang der Schwachpunkt des Eintracht-Geländes Am Holzacker, da aufgrund von Anwohnerbeschwerden nur sehr kurze Masten aufgestellt werden duften. Die Ausleuchtung des Platzes war grenzwertig.

„Wir brauchen nicht viele Neuzugänge. Vielleicht zwei, drei Spieler, die uns noch weiterhelfen“, sagt Naßhan. Dafür habe er noch viele Kontakte auf dem Zettel. Außerdem böten sich auch Spieler von sich aus an. Einige Kontakte kämen aber auch über Spieler aus der aktuellen Eintracht-Mannschaft zustande.

Wieder ein Umbruch in Dirmstein

„Massiv gearbeitet“ wird laut Andreas Persohn, Trainer beim B-Klassisten TuS Dirmstein, am Kader der kommenden Saison. Zumal wohl erneut ein Umbruch anstehe. Da allerdings keine Meisterschaftsspiele ausgetragen werden, sei es schwierig, mögliche neue Spieler zu beobachten. „Wir brauchen hier nun Spieler, die daran interessiert sind, die von uns geplante Entwicklung mitzugehen.“

Zurück bei der DJK Eppstein: Patrick Divivier (rechts) soll aber nicht mehr auf dem Feld glänzen, sondern den Spielausschuss lei
Zurück bei der DJK Eppstein: Patrick Divivier (rechts) soll aber nicht mehr auf dem Feld glänzen, sondern den Spielausschuss leiten.
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