Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Verbandspokal: DJK Eppstein scheitert an LSC Ludwigshafen

Bitter für Eppstein: Marc Mannweiler (links), hier mit LSC-Abwehrspieler Bernd Fröhlich, verletzte sich.
Bitter für Eppstein: Marc Mannweiler (links), hier mit LSC-Abwehrspieler Bernd Fröhlich, verletzte sich.

Die DJK Eppstein ist aus dem Fußball-Verbandspokal ausgeschieden. Der Bezirksligist Ludwigshafener SC erwies sich am Sonntagabend als zu starker Gegner für den aktuell personell dezimierten A-Klassisten. Das Team von DJK-Coach Stephan Krön unterlag 0:5 (0:2).

Es war eine einseitige Pokalpartie, in der Gastgeber DJK Eppstein keinen einzigen richtigen Torschuss abgab. Schon in der ersten Halbzeit fand die Mannschaft von DJK-Trainer Stephan Krön nicht ins Spiel. Defensiv stand seine Truppe gut, im Spiel nach vorne leistete sie sich jedoch zu viele Fehlpässe. „Es hat uns an der Präzision gefehlt, das habe ich in der Halbzeit angesprochen“, sagte Krön nach der Partie. „Doch auch in der zweiten Halbzeit konnten wir den Schalter nicht umlegen.“

Die Eppsteiner gerieten gegen einen spielfreudigen Gegner früh unter Druck. Schon in der fünften Minute hatte LSC-Stürmer Halil Ibrahim Anli, der ein Laufduell gegen Marc Mannweiler gewann, die Chance zum Führungstreffer, scheiterte aber an DJK-Keeper Ahmet Aksogan. Nach einer Flanke von Nicola Maillet war es dann soweit: Gästespieler Dominik Strohmeier nutzte einen Stellungsfehler von Benjamin Baumann und erzielte per Kopf das 1:0 aus LSC-Sicht (23.). Der Ludwigshafener Coach Steffen Lang lobte seinen nicht gerade großgewachsenen Offensivmann: „Schon im Training hat er das ein oder andere Kopfballtor gemacht. Für mich war es heute unser schönster Treffer.“

Immer wieder Strohmeier

Kurz darauf verpasste es Anli, die LSC-Führung auszubauen. Sein Schuss strich knapp am Tor vorbei. Das 0:2 fiel dann in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Der gut aufgelegte Strohmeier umkurvte mehrere Eppsteiner und zog aus rund 20 Metern ab. Für DJK-Schlussmann Aksogan gab es da nichts zu halten. „Da haben wir Dominik Strohmeier zu viel Raum gelassen. Vor dem Spiel haben wir darüber gesprochen, dass wir ihn nicht zum Zug kommen lassen dürfen“, erklärte Krön.

Nach dem Seitenwechsel ging es genauso einseitig weiter. Der LSC machte das Spiel. Die DJK brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone, er sprang zu Strohmeier, und der vollendete aus 18 Metern flach ins rechte untere Eck – 0:3 (58.). Spätestens da war das Spiel für Eppstein gelaufen. Von den Gastgebern kam offensiv weiterhin nicht viel. „In den Umschaltmomenten haben uns die Kraft und die Präzision gefehlt“, bekannte Coach Stephan Krön.

DJK bleibt ohne Ehrentreffer

Besser machten es die Gäste in der 75. Spielminute: Wieder brachte die DJK den Ball nicht aus dem eigenen Sechzehnmeterraum. Dann eroberte Prince Junias Nkombou Wouansi den Ball und passte ihn auf Strohmeier, der nur noch einschieben musste – 0:4. Strohmeier war auch am letzten Treffer des LSC beteiligt. Er setzte Nicolas Maillet auf der linken Seite in Szene, der den Eppsteiner Daniel Schulte überlief und zum frei stehenden Nkombou Wouansi passte. Der setzte mit dem 5:0 den Schlusspunkt (86.).

Kurz vor Schluss hätte DJK-Neuzugang Paul Schröder noch den Ehrentreffer erzielen können. Als Gästekeeper Joshua Geist weit vor seinem Tor stand, hätte er diesen aus 40 Metern überspielen können, traute sich aber nicht.

Zehn Verletzte vor Ligastart

Bitter war für die Gastgeber nicht allein die Niederlage: Marc Mannweiler musste verletzt ausgewechselt werden. Probleme hatte auch DJK-Keeper Ahmet Aksogan. Er spielte zwar durch, zog sich aber wohl eine Verletzung am Sprunggelenk zu. Es ist fraglich, ob er zum nahen Ligastart zur Verfügung steht. Zehn Verletzte hat Stephan Krön inzwischen zu beklagen. Angesichts der klammen Personalsituation war er mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden: „Diejenigen, die gespielt haben, haben alles gegeben. Offensiv war das aber zu wenig von uns.“

LSC-Trainer Lang freute sich über den Pokalsieg: „Das gibt uns Selbstvertrauen für den Bezirksligastart.“ Ein Extralob gab es für den vierfachen Torschützen Dominik Strohmeier: „Er hat zuletzt an sich gezweifelt.“

So spielten sie

DJK Eppstein: Aksogan - Mannweiler (46. Carapina), Djaouchi (78. Schulte), Baumann, Gass - Thiel (70. Seipel), Rothschild - Koppenhoefer, Dumpetch, Curschmann - Schröder

Ludwigshafener SC: Geist - Wolsiffer (71. Springer), Fleischer, Fröhlich, Hildebrandt - Lamberty, Amoako - Strohmeier, Buga (61. Schmitt), Maillet - Anli (46. Nkombou Wouansi)

Tore: 0:1 Strohmeier (23.), 0:2 Strohmeier (45.+2), 0:3 Strohmeier (58.), 0:4 Strohmeier (75.), 0:5 Nkombou Wouansi (86.) - Gelbe Karten: Dumpetch - Fröhlich - Beste Spieler: Dumpetch, Schröder - Anli, Fröhlich, Strohmeier - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Staller (Bobenheim-Roxheim).

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