Frankenthal / Limburgerhof
Psychiatrische Tagesklinik: Grundstücksfragen geklärt
Auch der städtebauliche Vertrag stehe kurz vor dem Abschluss. Darüber informierte Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) auf Anfrage der SPD-Stadtratsfraktion am Dienstag im Krankenhausausschuss. Es sei nun Sache der Gemeinde Limburgerhof, für das Projekt Baurecht zu schaffen. In dem zweigeschossigen Gebäude sollen auf rund 900 Quadratmetern 20 Therapieplätze für die wohnortnahe Versorgung psychisch kranker Menschen entstehen. Gedacht ist die Einrichtung der Stadtklinik Frankenthal auch für Patienten aus dem mittleren Rhein-Pfalz-Kreis.
Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, dass die Tagesklinik bereits in der zweiten Jahreshälfte 2023 ihren Betrieb aufnehmen sollte. Die Vertragsverhandlungen zogen sich allerdings länger hin als geplant. Ob die Planunterlagen nunmehr eingereicht werden können und wann mit einem Baubeginn zu rechnen ist, wollte Aylin Höppner (SPD) wissen. Dazu konnte OB Meyer keine verlässliche Aussage treffen, zumal die Kosten, zuletzt mit rund 3,5 Millionen Euro veranschlagt, noch einmal auf den Prüfstand müssten. Das Land hatte einen Zuschuss von 90 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt.
Klinik am Metznerpark wird verkauft
Mit der neuen Einrichtung in Limburgerhof soll das ambulante Angebot der Frankenthaler Psychiatrie ergänzt werden. Die Tagesklinik im Metznerpark, die ebenfalls über 20 Therapieplätze verfügt, wird in den Anbau der Stadtklinik umziehen. Erst dann kann das marode Gebäude im Foltzring (ehemaliger Infektionsbau des alten Krankenhauses) verkauft werden. Mit dem Erlös soll der Eigenanteil der Stadtklinik am Neubau finanziert werden. Vorbereitende Gespräche über einen Verkauf der Immobilie wurden laut OB bereits geführt. Geklärt sei, dass die Tagesklinik zum Betriebsvermögen der Stadtklinik zählt. Nun soll der Wert festgestellt werden. Dieter Schiffmann (SPD) ging das Verfahren nicht schnell genug. „Die Zeit drängt“, sagte er.
Aktuell liegen die Kosten für den Anbau der Stadtklinik laut Meyer bei 50,8 Millionen Euro. Abzüglich des Festzuschusses des Landes müsse die Stadt Frankenthal rund 17,6 Millionen Euro aufbringen. Davon entfalle auf die Stadtklinik ein Anteil von etwa zwei Millionen Euro. Nach gegenwärtigem Zeitplan kann der Neubau in der Elsa-Brändström-Straße laut dem stellvertretenden Kaufmännischen Direktor Björn Walter voraussichtlich im dritten Quartal 2025 bezogen werden.