Fussball
Patrick Maginot vollzieht beim TSV Eppstein den Wechsel vom Stammspieler zum Trainer
Mit Patrick Maginot leitet der TSV den Umbruch seiner ersten Mannschaft ein, die nach Aussagen des Trainers und von Spielleiter Eric Naßhan verjüngt werden soll. Der 32-jährige Patrick Maginot spielte in der Jugend beim VfR Frankenthal, war dann zuerst bei der DJK Eppstein, kickte dort in der zweiten Mannschaft und wechselte danach zum TSV, wo er in den vergangenen Jahren Stammkraft in der ersten Formation war.
Ob er weiter mit auflaufe, das müsse er erst sehen, sagt der neue Chefcoach. Da der Kader aktuell recht groß sei, konzentriere er sich weitgehend darauf, das Training der Aktiven zu leiten. 23 bis 35 Spieler seien bisher immer im Training gewesen. Das ist Luxus, hat doch sein Vorgänger im Amt immer den kleinen Kader beim TSV bemängelt.
Das Plus der Mannschaft: Kameradschaft
Vorgaben für die neue Saison gibt es beim TSV keine. Zu viel sei ungewiss. Dass er selbst bis zur vergangenen Spielzeit Teil der Mannschaft war und somit nun Spieler anleiten und im Zweifel auch mal auf die Bank setzen muss, mit denen er bis vor Kurzem noch auf dem Platz stand, sieht Patrick Maginot nicht als Problem an. Das große Plus beim TSV sei die Kameradschaft. Davon lebe die Mannschaft.
Die damals fehlende Kameradschaft bei der DJK Eppstein sei 2012 auch ein Grund für den Wechsel vom Westen in den Osten von Eppstein gewesen. Das sei aber weit weg und vergessen, sagt Maginot. Dass der Verein nicht die finanzielle Kraft habe, groß in das Fußballteam zu investieren, sei allen klar.
Team soll stabiler werden
An der Wankelmütigkeit der Mannschaft, die in der Vergangenheit gerne einmal dort Punkte abgab, wo man sie sicher zu holen glaubte, möchte Maginot arbeiten. Der Spieler Patrick Maginot war und ist einer, der in solchen Situationen versucht, das Ruder noch herumzureißen. Gerne hat er in diesen Phasen mit einem energischen Tackling oder einer Grätsche ein Zeichen gesetzt. Gemeinsam mit den Spielern will er an deren Einstellung arbeiten. Dadurch soll die Truppe stabiler werden.
Von seinen bisherigen Trainern habe er sich viel abgeschaut, meint der 32-Jährige. Er sei deshalb guten Mutes, die Mannschaft führen zu können. Oliver Meyer und Stefan Ertl nennt er da als Beispiele. „Ich habe schon den einen oder anderen Trainer gesehen“, sagt Maginot.
„Aufpassen, dass man nicht unten reinrutscht“
Sein direkter Vorgänger beim TSV Eppstein, Uwe Naßhan, war immer sehr darauf bedacht, dass erst einmal hinten die Null steht. Maginot selbst wolle aber etwas zügiger nach vorne spielen lassen.
Es wäre Patrick Maginot lieber gewesen, wenn in seiner ersten Spielzeit als verantwortlicher Trainer eine komplette Runde gespielt worden wäre. Doch aufgrund der Pandemie gibt’s auch in der B-Klasse Rhein-Pfalz Nord zwei kleinere Staffeln mit je acht Mannschaften. „Da muss man aufpassen, dass man nicht unten reinrutscht“, warnt er. Doch Maginot bleibt gelassen: „Ich kann hier in Ruhe arbeiten.“