Frankenthal
Ortsbeirat Flomersheim spricht sich gegen Lambsheimer Gewerbegebiet aus
Auf einer rund 6,5 Hektar großen Fläche, im Regionalplan als Überschwemmungsgebiet der Isenach ausgewiesen, soll Gewerbe angesiedelt werden. Unter anderem soll ein Versandhändler für die Pharmabranche Interesse daran haben, dort ein Lager zu bauen. Damit überhaupt gebaut werden kann, müsste das Gebiet aufgeschüttet werden.
Für Eppstein und Flomersheim äußerte Ortsvorsteherin Heike Haselmaier (CDU) am Dienstag erhebliche Bedenken. Sie erinnerte daran, dass vor einigen Jahren das Wasser auf den Äckern westlich von Flomersheim gestanden habe. Ihre Bedenken: Ähnliche Szenarien könnten wieder eintreten. „Irgendwo muss das Wasser ja hin. Meiner Meinung nach hätte das Antwortschreiben der Stadt deutlich strenger formuliert werden können“, sagte Haselmaier. Ulrich Fleischmann (CDU) teilte diese Bedenken. „Wir pumpen ja jetzt schon. Äcker und Häuser auf Flomersheimer Gemarkung werden wieder unter Wasser stehen“, befürchtet er. Da auf der Erweiterungsfläche ein Lager für die Pharmaindustrie angedacht sei, stellte Fleischmann die Frage nach dem Verkehrsaufkommen. Unweit des Gewerbegebiets, das zwischen Eppsteiner- und Brandweg angesiedelt sein soll, sei die Abzweigung von der Umgehungsstraße nach Flomersheim.
Gerhard Bruder (Grüne) fragte: „Warum ist das Gebiet im Regionalplan als besonders wichtig ausgewiesen? Man dreht und wendet hier alles so, wie es passt.“ Birgit Best (FWG) sprach sich ebenfalls gegen das Vorhaben aus. Als Flomersheim 2018 einen Schieber für den Brandgraben an der Autobahn 61 gefordert habe, der bei Starkregen geschlossen werden sollte, um die Überflutung der landwirtschaftlichen Flächen auf Flomersheimer Gemarkung wie zuletzt im Jahr 2016 verhindern, sei die Ablehnung der Struktur- und Genehmigungsdirektion(SGD) Süd so begründet worden, dass dann das Wasser auf Lambsheimer Gemarkung um bis zu 15 Zentimeter steigen könne, wunderte sich Best über den Vorstoß. Da nütze es wenig, dass nun mit neuen Rückhaltemöglichkeiten „Im Bruch“ im Bereich Bad Dürkheim argumentiert werde. Diese würden bei lokalen Starkregenereignissen nicht helfen.
Dem Entwurf einer Stellungnahme der Stadt, in dem Bedenken geäußert werden, stimmte der Ortsbeirat trotz der Forderung nach mehr Strenge einstimmig zu.