Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Kreispokal: DJK Eppstein trifft in Maudach auf SV Obersülzen

Trifft der Eppsteiner Paul Schröder (rechts) auch im Finale wieder wie hier im Halbfinale gegen die SG Eisbachtal?
Trifft der Eppsteiner Paul Schröder (rechts) auch im Finale wieder wie hier im Halbfinale gegen die SG Eisbachtal?

Noch in der Vorbereitung und schon einen Pott in der Vitrine? Für einen der beiden A-Klassisten DJK Eppstein und SV Obersülzen wird das am Samstag Wirklichkeit. Im Finale des Kreispokals 2020/21 stehen sich die Mannschaften ab 16.30 Uhr auf dem Platz von Alemannia Maudach gegenüber. Während die DJK selbstbewusst an die Sache rangeht, ist man beim SVO etwas verhaltener.

Wird Stephan Krön der Hansi Flick der DJK Eppstein? Kommen, sehen, siegen? Flick hat in seiner Zeit beim FC Bayern München alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Und Krön, der den Trainerposten von Tobias Hinkel übernommen hat, bekommt am Samstag die Chance, den ersten Titel mit seiner Mannschaft einzufahren. Die Spieler sind heiß. 22 Zusagen habe er und damit die für Übungsleiter so beliebte Qual der Wahl bei der Kaderzusammenstellung. „Alle wollen dabei sein“, freut sich Krön. Der letzte Pokalsieg der DJK liegt schon einige Jahre zurück. 2014 sei das gewesen, sagt Krön, damals noch unter Coach Uwe Naßhan. Jetzt will Krön mit seiner Truppe wieder für Jubel im Frankenthaler Vorort sorgen.

„Wir haben noch nichts gewonnen“, bremst der Coach jedoch die Euphorie vor dem Spiel. Der SV Obersülzen sei jetzt sicher der stärkste Gegner, mit dem es die Eppsteiner in der immer noch währenden Vorbereitung auf die Saison 2021/22 zu tun bekämen. „Dementsprechend gespannt bin auch ich, was da auf dem Platz geschieht“, meint Krön. Mit Robin Gerber hätte der Gegner einen Spieler, der die Fäden auf dem Platz ziehen könne, habe er gehört.

Gerber etwas verhaltener

Den Pokalsieg will selbstverständlich auch Obersülzens Coach Sascha Gerber holen. Doch der klingt deutlich verhaltener mit Blick auf das Finale. Wahrscheinlich würden ihm doch einige Spieler fehlen, zumindest setzt er hinter einige Akteure ein dickes Fragezeichen, ob sie denn zum Einsatz kommen können. Von der ersten Elf des Halbfinals sei Timon Steck fraglich, der mitten in Klausuren an der Universität stecke. Florian Limpert könnte aus privaten Gründen verhindert sein. Lukas Kranczoch und Marc Weber seien sicher nicht dabei. Torben Sachse habe sich im Halbfinalspiel gegen die SG Edigheim verletzt.

Doch Gerber ist sicher, dass seine im Umbruch befindliche, junge Mannschaft alles geben werde. Die würde ob der zu erwartenden Kulisse von mehreren Hundert Zuschauern aber sicher nervös sein, schätzt Gerber, der bereits im fünften Jahr den SV trainiert. Insgesamt sei er mit gemischten Gefühlen in der Vorbereitung unterwegs. Das Finale sei für den SV noch ein Vorbereitungsspiel. Und die Woche drauf stehe schon der Verbandspokal auf dem Programm. Gleiches gilt für die Eppsteiner. Der SV Obersülzen lebe von seiner guten Kameradschaft, das mache die Mannschaft stark auf dem Platz. „Ich hoffe auf den Lucky Punch“, lässt Gerber durchblicken.

Gerber sieht DJK als Favoriten

Der Trainerfuchs schiebt die Favoritenrolle flott den Eppsteinern zu. Die hätten eine bärenstarke A-Klasse-Mannschaft, würden schon seit Jahren in der Spitze mitspielen, während Obersülzen mehr im unteren Bereich zu finden sei. Und Gerber hat vernommen, dass Eppstein aus dem Vollen schöpfen kann. „Meine Mannschaft stellt sich am Samstag quasi von alleine auf. Ich kann keinen Fehler machen“, meint Gerber scherzend.

Ausfälle hat aber auch Eppstein. Da sind die Langzeitverletzten Daniel Heise und Marvin Maerz. Benjamin Rothschild ist in Urlaub, Jonathan Reiß verletzt. Und der Trainer wird sich nach eigener Aussage selbst nicht stellen können. Der Meniskus ist kaputt. Da müsse wohl eine Operation Abhilfe schaffen. „Ich würde mir da selbst keinen Gefallen tun“, meint Krön. An das reine Beobachten von der Seitenlinie müsse er sich noch gewöhnen. Da sei er noch in der Findungsphase, merke, dass die Einflussmöglichkeit im laufenden Spiel gar nicht mehr so groß sei. Deshalb will er sich einen Spieler auf dem Platz suchen, der seine Anweisungen weitergibt. Einen erfahrenen Akteur holt er aus der Ü32 des Vereins – Cem Tatar. Ein Typ, der seine Mitspieler auf dem Platz mitnehmen könne.

Mannweiler und Diehl wollen beißen

Marc Mannweiler und Pascal Diehl wollen nach Aussage des Trainers trotz Blessuren beißen. „Wir wollen alles raushauen, aber nicht ins offene Messer laufen. Es wird ein harter Kampf werden“, mutmaßt Krön.

Die Stimmung in Eppstein sei hervorragend, konstatiert Krön. Daran habe sein Co-Trainer Uwe Bader großen Anteil. „Der bringt Feuer und neue Ideen rein.“ Der Teamgeist stimme. Er hofft, dass dies nach ein, zwei Niederlagen so bleibt. Doch das müsse ja nicht unbedingt am Samstag ausgetestet werden.

Cem Tatar (rechts) soll der DJK Eppstein mit seiner Erfahrung helfen.
Cem Tatar (rechts) soll der DJK Eppstein mit seiner Erfahrung helfen.
DJK-Coach Stephan Krön muss sich an die Zuschauerrolle erst gewöhnen. Der Meniskus bereitet ihm Probleme.
DJK-Coach Stephan Krön muss sich an die Zuschauerrolle erst gewöhnen. Der Meniskus bereitet ihm Probleme.
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