Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Eckbachtal verwertet Chancen zu schlecht

 Carsten Wenzel (links) und Julian Pozywio haben den Offenbacher Mario Fuchs im Griff. Rechts Lukas Klein.
Carsten Wenzel (links) und Julian Pozywio haben den Offenbacher Mario Fuchs im Griff. Rechts Lukas Klein.

Oberligist HSG Eckbachtal ist beim TV Offenbach am Ende ohne Chance. In einem Spielelement läuft wenig zusammen. Wie die Schiedsrichter früh durchgreifen und welche Folgen das hat.

Mit einer 32:25 (17:13)-Niederlage mussten die Gekkos die Heimreise vom neuen Tabellenzweiten TV Offenbach antreten. Die rote Laterne gaben sie trotzdem aus der Hand. Co-Trainer Mohamed Subab der den im Urlaub weilenden Chefcoach Thorsten Koch vertrat, erkannte dennoch Fortschritte, an denen es anzuknüpfen gilt.

An der Chancenverwertung muss dringend gearbeitet werden. Früh lagen die Gekkos mit 0:3 in Rückstand und alles deutete darauf hin, dass sich die Eckbachtaler, wie so oft in der Vergangenheit, in Offenbach eine deutliche Niederlage einfangen würden, doch weit gefehlt. Die Mannschaft um den Co Subab, der die Mannschaft allein betreute und nach der Partie erst einmal etwas Zeit für sich benötigte, fand nun ins Spiel.

Zweimal geführt

Es gelang, aus einem 6:2-Rückstand, durch zwei Treffer von Timo Kluzik (6:3, 6:5), einen Siebenmeter von Jochen Schloss (6:4) sowie dem Tor von Julian Pozywio erstmals das Spiel wieder ausgeglichen zu gestalten. Jochen Schloss (7:8) und Julian Pozywio (8:9) erzielten gar zweimal eine knappe Führung.

Nun allerdings passierte wieder genau dies, was Subab zum Haare raufen fand: „Wir erarbeiten uns so gute Chancen und machen die Dinger dann einfach nicht rein.“ Subab wollte die frühen Zeitstrafen, die die Schiedsrichter bis dahin bereits auf beiden Seiten ausgesprochen hatten, nicht überbewerten. Trotzdem musste er reagieren.

Positionswechsel

Bei den Gekkos traf es zweimal Maximilian Schreiber, bei den Hausherren zweimal Mario Fuchs sowie einmal Christoph Kunz. Schreiber deckte fortan auf der Außenposition, um so nicht in die Falle der dritten Zeitstrafe, welche gleichbedeutend mit Rot gewesen wäre, zu laufen. Beide Trainer empfanden das Spiel allerdings durchaus fair und keinesfalls so hart, wie die Schiedsrichter es zu diesem Zeitpunkt sahen.

Danach allerdings fuhren die Neutralen etwas runter und so folgte lediglich in der Schlussphase noch einmal eine Zeitstrafe. Diese traf Jochen Schloss, der bis zu seiner Zeitstrafe sechs Treffer, davon zwei Siebenmeter beitrug. Schreibers Torgefährlichkeit und seine Stärke im eins gegen eins war auch den Offenbachern bekannt und so ordnete Trainer Tobias seine Hintermannschaft an, ihn stets zu doppeln, sollte er in Ballbesitz kommen.

Fehlende Tore

So kam es, dass Schreiber am Ende lediglich einmal einnetzen durfte. Schreibers fehlende Tore und viele verworfene Gelegenheiten seitens der Gekkos, wussten die Gastgeber für sich zu nutzen und kamen so zu einer Vier-Tore- Halbzeitführung. Nach dem Wiederanpfiff dann kurz eine hitzige Diskussion, die Schiedsrichter erkannten auf Tor für den TV Offenbach, doch nahmen sie den Treffer nach Einwänden der Gäste wieder zurück und pfiffen Siebenmeter.

Nico Baader stellte dann wieder auf den von den Offenbachern gewünschten Spielstand von 18:14. Rouven Hahn im Gehäuse der Gekkos war hier ohne Chance. Ansonsten gestaltete sich das Torhüterduell aus Sicht von Subab durchaus ausgeglichen. „Rouven hielt uns durch einige Paraden immer wieder im Spiel, doch wenn wir dann im Angriff die Bälle einfach liegen lassen oder aber Florian Pfaffmann abwerfen, nützt uns dies alles wenig.“

Herangekämpft

Die Hausherren nutzten die Patzer der Gäste immer wieder für sich und lagen so Mitte der zweiten Spielhälfte bereits mit sechs Treffern in Front. Doch die Gekkos gaben sich nicht auf und es gelang gar nochmals auf drei Tore zu verkürzen. Doch am Ende setzten sich die Offenbacher, die nun mit 9:3 Punkten auf den zweiten Tabellenrang kletterten, durch.

„Klar machen sie es gut und wir wussten, dass sie daheim stets ihre 30 Tore machen, doch wir hatten es heute selbst in der Hand. Gelingt es uns nur die Hälfte der Chancen zu verwerten, nehmen wir wenigstens einen Punkt mit nach Hause. Aber hätte, hätte, Fahrradkette“, erkannte Subab dann auch die Leistungen der Gastgeber an.

Jetzt Heimspiel

Trotz seiner Enttäuschung attestierte er seiner Mannschaft dann allerdings dennoch abermals kleine Fortschritte gemacht zu haben. „Wir müssen schauen, dass es uns gelingt, dass ein Rädchen ins andere greift, schaffen wir dies, dann gewinnen wir auch wieder unsere Spiele.“ Spannend wird es vor allem am nächsten Spieltag, wenn die Gekkos die dritte Garnitur des HLZ Friesenheim/Hochdorf empfangen.

Diese liegt durch ihr Unentschieden gegen die SK O/B/Z mit diesen bei 3:11 Zählern lediglich einen Rang oberhalb der Gekkos. Von Vorteil hier ganz sicher, dass sich die Torschützen bei den Gekkos quer durch die Mannschaft verteilten. Auch, dass die Mannschaft sich nicht aufgab, sondern immer wieder versuchte das Spiel doch nochmals an sich zu reißen stimmt Subab für das nächste Derby zuversichtlich.

Vielleicht finden ja dann auch ein paar mehr Zuschauer als üblich den Weg in die Dirmsteiner Sporthalle. In Offenbach waren es knapp 300, in Dirmstein bewegt man sich bei meist um die 100. Dass die Zuschauer am Ende den ein oder anderen Saisonpunkt ausmachen können, mussten die Gekkos schon oft schmerzhaft in der Fremde erfahren.

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